Guido Burgstaller im Portrait

Fast kein anderer Winterneuzugang hat in Europa so eingeschlagen wie Guido Burgstaller. Der 27-Jährige konnte in seinen ersten zwölf Spielen auf Schalke sechs Tore erzielen und zwei vorbereiten. „Na klar ist es wie ein kleines Märchen, wenn man aus der 2.Liga zu so einem riesigen Klub in der Bundesliga mit so viel Tradition wechselt und es für einen gleich so gut läuft“, erzählte Burgstaller der SportBild. „Dabei habe ich meinen Spielstil im Vergleich zu Nürnberg nicht verändert.“

Dieser Erfolg blieb auch von Teamchef Marcel Koller nicht unbeachtet - so findet sich der Kärntner nach längerer Abstinenz wieder im ÖFB-Kader für die Spiele gegen Moldawien (WM-Quali) und Finnland (Testspiel). Burgstaller erhielt berechtigterweise den Vorzug gegenüber Lukas Hinterseer der in der aktuellen Saison stagniert.

Werdegang

Guido Burgstaller wurde 1989 in Villach, Kärnten geboren und machte dort auch seine ersten Schritte im Profifußball. Nachdem er alle Nachwuchsabteilungen des FC Kärnten durchlaufen hatte, erhielt er 2007 seinen ersten Profivertrag vom damaligen Zweitligisten. Nach finanziellen Schwächen des FC Kärnten wechselte Burgstaller zum SC Wiener Neustadt, wo er zum Leistungsträger avancierte.

Nach drei Jahren in Wiener Neustadt, wo er sich vom Talent zum etablierten Ligaspieler entwickelte, wurde er vom SK Rapid Wien verpflichtet. Für die Wiener absolvierte er die bis dato meisten Pflichtspiele (109), in denen er mit 27 Toren und 24 Vorlagen ein Ausrufezeichen setzen konnte. Aufgrund dieser Leistungen wurde der englische Zweitligist Cardiff City auf den Kärntner aufmerksam und verpflichtete ihn. Es folgte eine ernüchternde Saison in der Burgstaller nur fünf Pflichtspiele bestritt. Nach einem erfolglosen Jahr auf der Insel schloss er sich ablösefrei dem deutschen Zweitligisten FC Nürnberg an, mit dem er als Top-Torschütze in der Saison 2015/16 knapp den Aufstieg in das deutsche Oberhaus verpasste. Nach 14 Toren in 16 Spielen in der ersten Hälfte der aktuellen Saison schaffte er jedoch, mit dem Transfer zu Schalke 04, ein halbes Jahr später den persönlichen Aufstieg in die erste Spielklasse.

Im ÖFB-Team

Guido Burgstaller feierte sein Debüt in der A-Nationalmannschaft am 29. Februar 2007 beim 3:1-Erfolg gegen Finnland. Seitdem bestritt er lediglich neun Länderspiele und wartet noch auf seinen ersten Treffer im Teamdress. Dieses Warten soll jetzt ein Ende haben. "Wir hoffen, dass er mit einer ganz dicken Brust kommt. Die kann er auch haben", betonte Koller. Man sollte Burgstaller gar ein blaues Leiberl überziehen. "Damit er glaubt, dass er bei Schalke ist und die Dinger dann alle reinballert." Marcel Koller hat bereits preisgegeben, dass er mit der Idee eines Doppelsturmes mit Marc Janko und Guido Burgstaller spielt. Ob Burgstaller Janko nun ersetzen oder ergänzen wird, werden wir wohl erst kurz vor dem Anpfiff erfahren. In jedem Fall wünschen wir Guido und dem Rest der Mannschaft einen verletzungsfreien Sieg gegen Moldawien und vielleicht können wir ja das Premierentor in der A-Mannschaft Burgstallers feiern.