Das ÖFB-Teamcasting 2017 – Teil 4: Der Angriff

Im letzten Teil des Teamcastings werfen wir einen Blick auf die Angreifer des Kaders und präsentieren euch weitere Alternativen. Bislang war Marc Janko die Nummer Eins im Sturm, Alternativen waren rar gesät, doch mit Guido Burgstaller übt ein Deutschlandlegionär starken Druck auf Janko aus. Spannend wird es in der fernen Zukunft, denn viele Alternativen bieten sich derzeit aus sich des ÖFB leider nicht an.

Fixstarter in der Startelf

Marc Janko - FC Basel (33 Jahre)

Bislang hatte Marc Janko seinen Platz im Angriff sicher. Doch der Zahn der Zeit nagt auch am Basel-Legionär, zudem kämpft der ehemalige Salzburger immer wieder mit hartnäckigen Verletzungen. Seine Torquote spricht für ihn, gegen ihn jedoch das Alter und die Tatsache, dass mit einem Schalke-Legionär ein Spieler gewaltigen Druck auf den bisherigen Einserstürmer ausübt.

 

Fixplatz im Kader

Guido Burgstaller - FC Schalke 04 (27 Jahre)

Michael Gregoritsch - HSV (22 Jahre)

Lukas Hinterseer - FC Ingolstadt 04 (25 Jahre)

Guido Burgstaller hat einen Lauf - schon für den 1. FC Nürnberg zerschoss er die Tornetze in der 2. Bundesliga, eine Stufe höher tut er dies nun für den FC Schalke 04. Burgstaller ist auf dem besten Weg in Richung Nationalteam und dort auch womöglich in die Startelf. Der ehemalige Rapidler ist zwar ein anderer Stürmertyp als Marc Janko, somit müsste auch das System etwas adaptiert werden, doch dürfte sich niemand wundern, wenn der 27-Jährige gegen Moldawien von Beginn an aufläuft. Für ihn spricht sein aktueller Lauf und sein Alter.

Mit Michael Gregoritsch entwickelt sich eine weiter Alternative zu Marc Janko. Für den 22-jährigen Hamburg-Legionär ist die Startelf noch kein Thema, dass er jedoch für Tore gut ist, dies bewies er bereits in der U21 und beim HSV.

Lukas Hinterseer ist seit dem Herbst 2013 Teil des Nationalteams. Grund für die Einberufung Hinterseers dürften wohl die mangelnden Alternativen sein, die Trefferquote bzw. Einsatzzeit des 25-Jährigen spricht nicht wirklich für ihn. Der Vertrag des Tirolers läuft im Sommer aus, fraglich, ob Ingolstadt mit ihm verlängert. Vielleicht bräuchte er einen Tapetenwechsel, um wieder in Tritt zu kommen.

 

Kandidaten für Kaderplätze

Robert Zulj - SpVgg Greuther Fürth (25 Jahre)

Ashley Barnes - FC Burnley (27 Jahre)

Deni Alar - SK Sturm Graz (27 Jahre)

Marco Djuricin - Ferencvaros Budapest (24 Jahre)

Andreas Weimann - Wolverhampton Wanderers (25 Jahre)

Alexander Gorgon - HNK Rijeka (28 Jahre)

Die letzte Saison war die Spielzeit von Robert Zulj, im Sommer waren Wechsel zu Olympique Lyon und Lazio Rom im Gespräch, letztendlich blieb der Stürmer dann jedoch in Fürth. Dort hält er aktuell bei drei Saisontoren und vier Assists - ausbaufähig. Im Sommer läuft sein Vertrag in Bayern aus, wohin die Reise geht, wird sich weisen.

Mit Ashley Barnes gäbe es einen zweikampfstarken Stürmer, der auch weiß, wo das Tor steht - einziges Manko: der liebe Herr Barnes hat zwar eine österreichische Großmutter doch keinen österreichischen Pass. Interesse am österreichischen Nationalteam ist jedoch seitens des Stürmers gegeben.

Mit Deni Alar steht ein Stürmer aus der österreichischen Bundesliga auf unserer Liste, der 27-Jährige war auch schon mal unter Koller im Team dabei. National hält Alar derzeit bei 14 Toren, ob er für das internationale Bankett gut genug ist, dahinter steht ein Fragezeichen.

Marco Djuricin ist derzeit als Leihspieler bei Ferencvaros Budapest unter Vertrag, gehört allerdings Red Bull Salzburg. In Ungarn spielt der 24-Jährige groß auf, neun Saisontore bei Gegnern, die oftmals einen doppelten Verteidigungszaun um den 16er aufstellen, sind kein schlechter Wert. Auch kennt Djuricin bereits das Nationalteam, Marcel Koller ließ ihn gegen im März 2015 debütieren.

Mit Andreas Weimann steht ein Legionär der englischen Championship als mögliche Alternative parat. Seine Karriere ist in den letzten Jahren ins Stocken geraten, bei den Wolverhampton Wanderers bekommt er aktuell wieder Einsatzzeiten und konnte sich auch schon als Torschütze feiern lassen. Ob Koller ihm noch einmal eine Chance im Nationalteam gibt, ist jedoch anzuweifeln.

Vorab wurde der Transfer zu HNK Rijeka im Sommer milde belächelt, doch Alexander Gorgon hat bewiesen, dass sich der Wechsel für den ehemaligen Austrianer ausgezahlt hat. Platz eins in der Tabelle, neun Saisontore in 16 Einsätzen. Läuft für den 27-Jährigen, mit der derzeitigen Leistung durchaus ein Kandidate für den erweiterten Kader.

 

Hoffnungsträger

Arnel Jakupovic - FC Empoli (18 Jahre)

Lukas Fridrikas - SC Wiener Neustadt (19 Jahre)

Der Neo-Italien-Legionär Arnel Jakupovic gilt als große Zukunftshoffnung beim ÖFB obwohl noch nicht mal sicher ist, dass er überhaupt für das A-Team auflaufen möchte. Der 18-Jährige hat in 14 U19-Länderspielen elfmal getroffen, auch für die U21 war er in seinem bislang einzigen Länderspiel erfolgreich. In der Primavera des FC Empoli erzielte der Stürmer in fünf Einsätzen bislang drei Tore. Kurz zusammengefasst: Torriecher vorhanden, bitte darum kümmern, dass er sich für das A-Team entscheidet.

Lukas Fridrikas war in der Wintertransferphase beim 1. FC Kaiserslautern im Gespräch, wechselte schlussendlich jedoch zum SC Wiener Neustadt. In der Regionalliga erzielte der 19-Jährige in dieser Saison für Seekirchen 15 Tore in 17 Spielen, Talent ist da und Nationalteamerfahrung ist zumindest fachfremd aber familiär vorhanden - Mutter Ausra Fridrikas spielte einst für das österreichische Damen-Handballnationalteam.

 

Alternativen aus dem Mittelfeld

Als mögliche Alternativen aus dem Mittelfeld würden noch Marcel Sabitzer, Martin Harnik und Marko Arnautovic in Frage kommen.