Österreich vs. Moldawien - Ein wichtiger 2:0-Sieg hält Hoffnungen aufrecht

Notwendige Veränderungen

Nominell und taktisch verändert ging das österreichische Nationalteam in das fünfte Match der laufenden WM-Qualifikation gegen Moldawien hinein. Nachdem Ramazan Özcan seinen Rücktritt vom Nationalteam bekanntgab, Robert Almer immer noch verletzt ist und Andreas Lukse noch angeschlagen war, durfte Frankfurt-Reservist Heinz Lindner erstmals seit Mai letzten Jahres das Tor hüten. Julian Baumgartlinger und Alessandro Schöpf waren gesperrt. Vorne durfte statt dem etatmäßigen Stürmer Marc Janko der bei Schalke in Topform agierende und ins Team zurückgekehrte Guido Burgstaller agieren.

Auch taktisch probierte Teamchef Marcel Koller etwas Neues aus. Das System wurde auf 3-4-3 umgestellt. Die defensive Dreierkette bildeten Sebastian Prödl, Aleksandar Dragovic und Martin Hinteregger. David Alaba wich auf die linke Seite im Mittelfeld zum offensiven Marko Arnautovic aus. Auf der Gegenseite starteten Salzburg-Kicker Valentino Lazaro und offensiv Marcel Sabitzer. Das zentrale Mittelfeld bildeten Zlatko Junuzovic und Stefan Ilsanker.

Geduld war gefragt

Österreich legte gleich beherzt los. Nach fünf Minuten gab Kapitän Alaba mit einem Lattenkracher den ersten Warnschuss ab, Arnautovic und Sabitzer scheiterten nur knapp. Die Moldawier spielten wie zu erwarten war sehr defensiv und lauerten auf Konter, wirkten aber relativ harmlos. Schlussmann Lindner hatte recht wenig zu tun in der ersten halben Stunde. Die Österreicher taten sich aber mit dem Bollwerk etwas schwer, auch wenn sie sehr bemüht ans Werk gingen. Erneut Arnautovic, Burgstaller und Junuzovic fanden wieder exzellente Möglichkeiten vor, doch der Ball wollte nicht ins Tor. Auch ein Hinteregger-Treffer wurde wegen einer Abseits-Stellung aberkannt. Defensiv ließ die ÖFB-Equipe jedoch nichts zu und so ging es mit einem torlosen Remis in die Halbzeitpause.

Auch in Halbzeit zwei machten die Österreicher das Spiel. Vor allem über links kam durch Alaba und Arnautovic viel Gefahr, aber der moldauische Strafraum blieb noch jungfräulich. Mit der Zeit stieg auch die Verkrampfung beim ÖFB-Team, die Angriffe wurden unpräziser und der Spielfluss von den Moldawiern gut unterbrochen. Als das Spiel etwas abflaute brachte Koller die 'Strafraumkobra' Marc Janko für Lazaro ins Spiel. Nur sechs Minuten später gelang dann auch der erlösende Treffer für das ÖFB-Team. Sabitzer verwertete eine Arnautovic-Flanke im Strafraum mit der rechten Schulter und sorgte damit für den befreienden Führungstreffer in rot-weiß-rot. Die Gäste fanden noch eine gefährliche Chance vor, doch die Österreicher machten durch den eingewechselten Martin Harnik kurz vor Ende der regulären Spielzeit den Sack zu und gewannen am Ende ganz wichtig mit 2:0.

Damit bewahrte sich Kollers Team die Chancen auf eine erfolgreiche Qualifikation. Jedoch liegt man jeweils vier Punkte hinter Serbien und Irland in der Tabelle der Gruppe D. Das nächste Match findet am 11. Juni auswärts in Irland statt. Ein Sieg wird dabei unabdingbar sein. Arnautovic und Ilsanker werden dem Team in diesem wichtigen Match fehlen, beide sind gelbgesperrt.

 

Österreich - Moldawien 2:0 (0:0)

Ernst-Happel-Stadion, 21.000 Zuschauer, SR Vad (HUN)

Österreich: Lindner; Dragovic, Hinteregger, Prödl; Lazaro (69. Janko), Junuzovic, Ilsanker [gelb], Alaba (C); Sabitzer, Burgstaller (82. Harnik), Arnautovic [gelb] (90.+3 Suttner)

Moldawien: Namasco; Golovatenco [gelb] (80. Racu), Posmac, Epureanu (C), Bolohan (90. Mihailov); Dedov, Ceboratu, Gatcan [gelb], Antoniuc (62. Ionita); Ginsari [gelb], Bugaev

Tore: 1:0 Sabitzer (75.), 2:0 Harnik (90.)