Österreich vs. Finnland - Müdes 1:1-Remis beim Testspiel

Bunt durchgemischt

Wieder mit einer neuen taktischen Ausrichtung schickte Marcel Koller sein Team gegen Finnland aufs Spielfeld. Nachdem gegen Moldawien erfolgreich mit einem 3-4-3-System gespielt wurde, setzte der Schweizer heute auf ein 3-5-2. Erneut bildeten Aleksandar Dragovic, Sebastian Prödl und Martin Hinteregger die defensive Dreierkette. David Alaba kehrte von links wieder ins defensive Mittelfeld zurück und wurde in der Mitte von Zlatko Junuzovic und Alessandro Schöpf unterstützt. Auf der linken Außenbahn durfte Markus Suttner starten, auf der anderen Seite Valentino Lazaro. Vorne agierten Martin Harnik und Marcel Sabitzer als Doppelspitze.

Im Tivoli-Stadion von Innsbruck begann das österreichische Nationalteam vergleichsweise verhalten gegen die Finnen. Alaba bemühte sich in der ersten Viertelstunde das Spiel zu machen, aber gegen die robusten und defensiven Finnen öffneten sich keine Räume. Der Schiedsrichter ließ den Gästen auch vieles durchgehen, überharte Fouls sahen keine Konsequenzen in Form von Karten. Das ÖFB-Team schien dadurch entnervt zu sein und konnte sein Spiel nicht mehr wirklich aufziehen. Einige Spieler tauchten mit der Zeit ab und man hatte das Gefühl, dass sie keine Verletzungen davon tragen wollten. So plätscherte das Spiel dahin und erst in der 40. Minute wurde Österreich durch einen Schöpf-Schuss gefährlich. Auch arbeitete man sich bis zum Halbzeitpfiff in den Strafraum der Finnen, aber ohne wirkliche Gefahr zu erzeugen. Die Gäste ihrerseits konzentrierten sich auf die Defensive und setzten auf kleine Nadelstiche in der Offensive, die aber auch kaum für große Gefahr sorgten.

Das ist ein Test!

Zur Halbzeit tauschte der Teamchef gleich vier Spieler aus. Florian Grillitsch und Stefan Lainer kamen zu ihrem Länderspieldebüt, Marko Arnautovic und Marc Janko sollten offensiv für mehr Gefahr sorgen. Doch auch nach diesen Änderungen lief recht wenig beim österreichischen Nationalteam zusammen. Praktisch aus dem Nichts heraus gelang Arnautovic nach einem Eckball die Führung für die Österreicher. Prödl köpfelte eine Junuzovic-Ecke zum Stoke-Legionär, der mit einem Schuss aus der Drehung sein 15. Tor im Nationalteam erzielte.

Es war eine sehr zähe Partie bei der auf beiden Seiten wenig Dynamik vorhanden war, da einerseits das ÖFB-Team ein neues System ausprobierte und andererseits die Finnen in der 65. Minute die halbe Mannschaft auswechselten bzw. im Spielaufbau nicht mehr zeigen konnten. Als man eigentlich damit rechnen konnte, dass Österreich diese Partie nun gewinnen würde, probierte es Jensen mit einem Schuss aus 30 Metern. Kaum zu glauben, es stand 1:1 - ein nicht unhaltbarer Schuss und unnötiges Gegentor. Dieser Treffer bedeutete auch zugleich den Endstand. Österreich probierte es zwar noch, aber ein weiterer Treffer gelang nicht mehr. Michael Gregoritsch und Stefan Ilsanker kamen ebenfalls noch zu ihren Einsätzen.

Als Fazit bleibt, dass man dieses Match als Test sehen muss, bei dem man Erkenntnisse zum neuen Spielsystem sammeln und auswerten kann. Für das Nationalteam geht es nun am 11. Juni mit dem wichtigen Auswärtsmatch in der WM-Qualifikation gegen Irland weiter. Ohne Arnautovic und Ilsanker wartet in Dublin eine harte Partie auf die Österreicher.

 

Österreich - Finnland 1:1 (0:0)

Tivoli-Stadion, 13.000 Zuschauer, SR Zelinka (CZE)

Österreich: Lindner - Dragovic, Prödl, Hinteregger - Lazaro, Junuzovic (81. Ilsanker), Alaba (C) (46. Grillitsch), Schöpf (72. Gregoritsch), Suttner (46. Arnautovic) - Sabitzer (46. Janko), Harnik (46. Lainer)

Finnland: Hradecky - Raitala, Arajuuri (46. Vaisanen), Moisander (C), Toivio, Uronen (46. Arkivuo) - Saksela (58. Jensen), Lam, Yaghoubi (65. Mattila), Hetemaj - Pukki (58. Pohjanpalo)

Tore: 1:0 Arnautovic (62.), 1:1 Jensen (76.)