Team-Comeback nach sechs Jahren - Jörg Siebenhandl im Portrait

Jörg Siebenhandl gehört derzeit wohl zu den besten Torhütern in der österreichischen Liga. Das blieb auch beim Neo-Teamchef und seinen Vereinstrainer Franco Foda nicht unbemerkt und berief ihn gleich bei seinem ersten Spiel als Nationalteam-Trainer, in die Mannschaft ein. Wir haben uns den 27-Jährigen für euch genauer angesehen.

Ausbildung bei den Veilchen

Siebenhandl startete seine fußballerische Laufbahn bei der Admira, ehe er in die Austria-Akademie wechselte. Dort durchlief er die Jugendmannschaften der Veilchen und absolvierte zwei Zwischenstopps bei Absdorf und Wienerberg. 2009 ging es dann für ihn zum 1. Wiener Neustädter SC. Nach dem der Wiener Neustädter SC aufgelöst wurde und vom SC Wiener Neustadt übernommen wurde, ging es auch für ihn in Wiener Neustadt weiter. In der Saison 2010/11 wurde er zu Columbia Floridsdorf verliehen und in der gleichen Saison kam er sogar zu seinem ersten Einsatz in der Bundesliga. In der letzten Runde der Saison 2010/11 kam der damals 21-Jährige gegen Mattersburg zum Einsatz.

Stammtorhüter und Einberufung ins Team

Schon in der nächsten Saison ging es für den Wiener steil bergauf. Bei Wiener Neustadt gehörte er zum Stamm und für die starken Leistungen in der Liga wurde Siebenhandl vom damaligen Interimscoach Willi Ruttensteiner für die EM-Qualifikationsspiele gegen Kasachstan und Aserbaidschan in das Nationalteam einberufen. Zum Einsatz kam er nicht, aber sein Höhenflug ging weiter. Denn in der gleichen Saison wurde er zu Österreichs Torwart des Jahres gewählt.

2012/13 gab es für die anderen Keeper in Wiener Neustadt kein Vorbeikommen an Siebenhandl. 2013/14 sah das schon ein wenig anders aus. Der damalige SCWN-Trainer Heimo Pfeifenberger setzte nicht mehr auf Siebenhandl und Thomas Vollnhofer war die neue Nummer 1. Sein auslaufender Vertrag wurde daraufhin nicht verlängert und Siebenhandl war vereinslos.

Auferstehung bei der Admira und Wechsel nach Deutschland

Im November 2014 wurde die Admira auf ihn aufmerksam und stattete ihn mit einem Vertrag bis Juni 2017 aus. Dort fand er zu alter Stärke zurück und etablierte sich wieder in der österreichischen Torhüter-Spitze. Im Sommer 2016 klopfte dann das Ausland an. Für Siebenhandl ging es bei den Würzburger Kickers in der zweiten deutschen Liga weiter.

In Deutschland war er trotz der Ablöse von 500.000 € nur zweite Wahl hinter dem Oldie Robert Wulnikowski. Nach dessen Kreuzbandriss rutschte Siebenhandl für die letzten zehn Spiele in die Startelf der Kickers. Doch das Abenteuer in Deutschland nahm ein jähes Ende, denn am Ende der Saison musste die Mannschaft aus Würzburg den Gang in die dritte Liga antreten. Für Siebenhandl kam die Rückkehr in die Heimat.

Ein Blacky im zweiten Anlauf

Siebenhandl, der ablösefrei zu haben war, wechselte zum SK Sturm Graz. Im zweiten Anlauf, denn schon im Sommer 2016 waren die "Schwoazn" an einer Verpflichtung Siebenhandls interessiert. Dort übernahm er schon zu Beginn der Saison die Rolle als Nummer 1 und zeigt wieder auf, wieso er in der Saison 2011/12 den Titel Torwart der Saison erhalten hat. Beim Tabellenführer läuft es derzeit wie nach Wunsch und auch er ist in starker Form. Obwohl seiner, als Torwart eher geringen, Größe mit 1,84 m, gehört er zu einem flinken und sicheren Torwart, der eindeutig die Qualität hat um im Nationalteam zu bestehen.