Flitterwochen vorbei - Rückkehrer Andreas Ulmer im Portrait

Nach drei Jahren Absenz wurde Andreas Ulmer von Franco Foda wieder in den Kader der österreichischen Nationalmannschaft einberufen. "Er bringt seit Jahren Top-Leistungen auf nationalem und vor allem auch auf internationalem Niveau", kommentierte Sportdirektor Peter Schöttel. Wir haben uns den Red Bull Salzburg-Verteidiger für euch genauer angesehen.

Sein Debüt in der österreichischen Bundesliga gab der gebürtige Linzer in der Saison 2004/05 für Austria Wien. Bei den Veilchen konnte Ulmer sich jedoch nie wirklich durchsetzen und wechselte daher im Sommer 2008 zur SV Ried. Dort wurde er sofort Stammspieler und nach starken Leistungen in der Hinrunde, wechselte Ulmer im Winter zu Red Bull Salzburg, wo er von Anfang an als linker Verteidiger gesetzt war. Unter jedem der zahlreichen Salzburg-Trainer war Ulmer immer die erste Wahl für diese Position. Mit Salzburg holte er siebenmal die österreichische Meisterschaft und fünfmal den ÖFB-Cup. Auch heute ist der 32-Jährige noch ein sehr wichtiger Bestandteil der „Roten Bullen“. Ulmer bereitete in der aktuellen Saison schon acht Tore vor und zeigt sich gut in Form. Nicht nur mit seinen präzisen Flanken, sondern auch mit zahlreichen schönen Treffern - darunter beachtliche Weitschusstore - beweist er immer wieder seine Offensivstärke.

In der Nationalmannschaft kam Ulmer bislang erst dreimal zum Einsatz. Zuletzt wurde er im November 2014 von Marcel Koller einberufen. Danach verzichtete der Schweizer zur Verwunderung Vieler auf Ulmer. Im Juni 2017 wurde der Linzer vom Ex-Teamchef kritisiert, da er wegen seiner Hochzeit für das Länderspiel gegen Irland abgesagt hatte. "Es war die Entscheidung von meiner Frau und mir, an diesem Tag zu heiraten, wir hatten die Hochzeit davor schon zweimal verschoben. Ich war vorher selten ein Thema beim Nationalteam und habe nicht damit gerechnet, dass ich für das Irland-Spiel ein Thema sein werde", reagierte Ulmer auf Kollers Kritik. Es sei auch erwähnt, dass er damals an einer leichten Knieverletzung litt.

Leider zog sich der Salzburg-Profi im Spiel gegen SKN St. Pölten eine leichte Knöchelverletzung zu, weshalb er erst verspätet in das ÖFB-Camp in Marbella anreisen konnte. Dennoch hofft er auf einen Einsatz im Freundschaftsspiel gegen Uruguay. "Wenn ich noch ein Länderspiel machen darf, freue ich mich sehr darüber. Ich gehe ganz entspannt an die Sache heran".