VORSCHAU: ÖFB-Team startet Länderspiel-Triple gegen WM-Gastgeber Russland

"Mini-WM-Turnier" in Österreich

Den Auftakt des Länderspiel-Triples für das österreichische Nationalteam bildet der Test gegen WM-Gastgeber Russland. Das Match könnte nicht nur für Marko Arnautovic das 70. Länderspiel werden, sondern es ist auch das erste von drei schwierigen Partien, in denen man sich jeweils gegen WM-Teilnehmer messen wird und dabei viel Erfahrung gewinnen will.

WM-Gastgeber Russland, Weltmeister Deutschland und Rekord-Weltmeister Brasilien - hochkarätiger könnten die Gegner kaum sein. Zunächst geht es am Mittwoch in der Innsbrucker Tivoli-Arena (20.45 Uhr, live in ORF eins) gegen die Russen um die Fortsetzung der Serie von fünf Siegen in Folge. Unter dem neuen Teamchef Franco Foda wurden die bisherigen drei Testspiele gegen Uruguay, Slowenien und Luxemburg allesamt gewonnen. Mit dem vierten Sieg könnte er weitere Sympathie-Punkte bei den Fans des Nationalteams sammeln.

Neue Gesichter im Team

Foda hat für die kommenden Aufgaben vier neue Spieler in das 26-Kopf-Aufgebot einberufen. Die drei Rapidler Richard Strebinger, Thomas Murg und Marvin Potzmann sowie Salzburg-Torhüter Cican Stankovic könnten dabei jeweils zu ihrem Debüt kommen. Spieler wie Marcel Sabitzer, Valentino Lazaro und Michael Gregoritsch fehlen diesmal verletzungsbedingt, einige andere sind derzeit noch etwas angeschlagen. David Alaba ist fraglich für das Match gegen Russland, Stefan Lainer fehlte am Montag beim Training wegen Problemen mit der Ferse. Auch Kapitän Julian Baumgartlinger (Knie) und Aleksandar Dragovic (Schulterprobleme) waren vor der Kaderbekanntgabe etwas fraglich.

Gute Erinnerungen an 'Sbornaja'

Nach einer langen Saison, die sehr kräftezerrend war, müssen jetzt noch einmal alle Kräfte mobilisiert werden. Gegen die 'Sbornaja', die vom Papier her der einfachste der drei Gegner ist, könnte man sich mit einem Sieg zusätzliches Selbstvertrauen für die beiden schweren Spiele gegen Deutschland und Brasilien sammeln. Doch das Team von Trainer Stanislaw Tschertschessow wird alles andere als ein Spaziergang, die Russen bereiten sich auf die kommende Heim-WM (14.6.-15.7) vor und werden gegen Österreich dafür alles geben.

Die letzten beiden Duelle konnte das ÖFB-Team noch für sich entscheiden, in der Qualifikation zur Europameisterschaft 2016, als sich Österreich zum ungeschlagenen Gruppensieger kürte, wurden die Russen jeweils mit 1:0 besiegt. Österreich und Russland als Tabellenzweiter qualifizierten sich beide für die EURO in Frankreich, wo beide mit jeweils mit einem Punkt als Letzter ihrer Gruppe bereits in der Vorrunde ausschieden.

Fokus der Spieler richtig eingestellt

Unterschätzen wird man die Russen dennoch nicht, wie Kapitän Baumgartlinger hervorhob: "Russland hat eine Heim-WM vor der Brust, wo sie liefern müssen und wodurch die Erwartungshaltung und der Druck dementsprechend hoch sind. Das wollen sie auch in den nächsten Freundschaftsspielen zeigen". Der Fokus liegt aber auf die eigenen Stärken: "Wir haben jetzt viermal gut und konzentriert trainiert. Wir freuen uns auf die kommenden Spiele in tollen Stadien gegen attraktive Gegner."

Arnautovic möchte den Gegnern bei seinem Jubiläum Paroli bieten und mit dem Nationalteam für Überraschungen sorgen: "Natürlich warten auf uns drei schwierige Aufgaben, aber wir wollen in keinem Fall ein Sparringspartner sein. Unser Ziel ist es auch in diesen Spielen erfolgreich zu sein und dafür werden wir alles geben. Es wird extrem schwer, aber wir sind bereit für diese Herausforderungen. Danach wissen wir, wo wir stehen und woran wir noch arbeiten müssen." (Quelle: oefb.at)

Ein Sieg ist das Ziel

Es wird also darum gehen einen optimalen Start in das Länderspiel-Triple zu bekommen, um auf dieser Basis für die Spiele gegen zwei Weltklasse-Nationen gut gerüstet zu sein. Wenn auch Österreich und Russland andere Ziele und Voraussetzungen für diesen Test haben, so werden beide Teams die Partie ernst nehmen und auf hohem Niveau spielen wollen. Auch wenn Teamchef Foda nur wenig gemeinsame Tage mit den Spielern hatte und einige nur individuell trainieren konnten, so will der ehemalige Sturm-Coach sein Team dennoch optimal auf das Spiel taktisch einstellen. „Für mich gibt es im Grund keine Testspiele. Wir gehen in jedes Spiel, um dieses auch zu gewinnen. Ob das dann auch gelingt, ist eine andere Sache.“