Österreich feiert knappen aber verdienten Sieg über Russland

Österreich blieb auch im zweiten Länderspiel des Jahres 2018 siegreich. Gegen die von Stanislaw Tschertschessow betreute Auswahl von WM-Gastgeber Russland siegte man am Innsbrucker Tivoli durch ein Tor von Alessandro Schöpf verdient mit 1:0.

Durchwachsener Beginn von Österreich

Österreich startete vor 14.500 Zusehern mit einem nominellen 4-5-1 mit Marko Arnautovic als Solospitze in die Partie. Nach nur drei Minuten wurde es auch erstmals gefährlich im Strafraum des Heimteams: Ein langer Freistoß von Yuri Zhrikov segelt ungehindert bis vor Heinz Lindner, der den Ball im Stile eines Beachvolleyballers neben sein Tor bugsieren konnte.

In der elften Spielminute konnte auch das Team von Franco Foda erstmals gefährlich werden, als Peter Zulj aus knapp 30 Metern einen Schuss losließ, der knapp über das Tor von Igor Akinfeev strich. Insgesamt waren es jedoch die Russen, welche in der ersten Viertelstunde das optisch bessere Team waren.

Danach wachte Österreich ein wenig auf und versuchte das Spiel wieder mehr an sich zu reißen, vor allem der von Manchester United umgarnte Marko Arnautovic wurde nun häufig gesucht. Für den England-Legionär war es ohnedies eine großartige Möglichkeit sich zu zeigen, da niemand geringerer als United-Manager Jose Mourinho im Innsbrucker Tivoli zu Gast war.

Schöpf erweckt das Spiel zum Leben

Die von FC Tirol-Legende Stanislaw Tschertschessow betreuten Russen standen im Spiel gegen den Ball extrem dicht und so war es für das heimische Nationalteam sichtbar schwer, hier einen Weg hindurch zu finden. Bis zu diesem Zeitpunkt war es noch kein Spiel für Fußballästheten. Dies änderte sich in Minute 28 jedoch schlagartig: Marko Arnautovic dribbelte nach einem langen Ball von rechts in den Strafraum und findet im Rückraum Alessandro Schöpf, der trocken zum 1:0 einschießt.

Die Österreicher kontrollierten nun das Geschehen weitestgehend. Kurz nach dem die "Sbornaja" mit einem Schuss von Fedor Smolov zumindest zu einer Halbchance kam, war es erneut Alessandro Schöpf, der mit einem sehenswerten Schlenzer das lange Eck nur knapp verfehlte. Wenige Minuten vor der Pause war es wieder Arnautovic, der mit einem Freistoß nochmals für Unruhe bei Gästegoalie Akinfeev sorgte, nachdem ihn zwei russische Abwehrspieler nur mit einer Ringereinlage stoppen konnten. Wenig später pfiff Schiedsrichter Bas Nijhus zur Pause.

Foda bringt frisches Blut

Für Hälfte zwei brachte Teamchef Foda zwei Neue. Schalke-Legionär Guido Burgstaller kam für Louis Schaub und Florian Grillitsch ersetze Julian Baumgartlinger, wodurch die Kapitänsbinde zu Sebastian Prödl wanderte.

Immer wieder Arnautovic

Die Russen versuchten gleich zu Beginn besser mitzuspielen als in Hälfte eins, konnten jedoch nicht gefährlich werden. Wenn bei Österreich etwas ging, dann meist über den wieder einmal glänzend aufgelegten Arnautovic, der mit der behäbigen russischen Abwehr teilweise Katz und Maus spielte.

In Minute 57 kam einer dann doch ins Spiel, von dem es eigentlich hieß, dass er wohl ausfallen werde: Bayern-Legionär David Alaba, der ja mit Oberschenkel-Probleme zu kämpfen hatte, wurde für Torschütze Schöpf eingewechselt. Kurz darauf war es Sturm Graz-Regisseur Peter Zulj, der Akinfeev mit einem strammen Schuss prüfte. Wieder nur wenige Augenblicke später wurden die Russen in Hälfte zwei erstmals gefährlich, doch Smolov verfehlte freistehend vom 16er.

Russland wird müde

Mit Fortdauer der Partie taten sich die Gäste aus dem Osten immer schwerer gegen die nach wie vor anstürmenden Mannen von Franco Foda adäquate Lösungen zu finden und so kam Österreich durch Burgstaller und Arnautovic zu guten Abschlussgelegenheiten. Bei den Gästen fehlte zunehmend die letzte Konsequenz und schaute man in die Gesichter der Spieler, so wirkten diese überraschend früh ein wenig müde.

Franco Foda wechselte noch einmal und brachte in Minute 82 seinen ehemaligen Schützling bei Sturm Graz, Deni Alar für den einmal mehr besten Österreicher Marko Arnautovic in die Partie.

Russland versuchte anschließend mit einigen frischen Kräften auf dem Feld noch einmal nachzulegen, so recht gelingen konnte ihnen dies jedoch nicht und so blieb es am Ende bei einem verdienten, aber knappen Sieg des rot-weiß-roten Nationalteams, der aber trotzden nie wirklich in Gefahr war.

Österreich - Russland 1:0

Spielort: Tivoli Stadion Innsbruck

Schiedsrichter: Bas Nijhus

Tore: 1:0 Schöpf (28.)

Zuschauer: 14.500

Österreich: Lindner; Dragovic, Hinteregger, Prödl; Baumgartlinger (46. Grillitsch), Lainer, Schaub (46. Burgstaller), Zulj (78. Ilsanker), Kainz (72. Schlager), Schöpf (58. Alaba), Arnautovic (82. Alar)

Russland: Akinfeev; Neustadter, Granat, Kudryashov; Fernandes (67. Smolnikov), Golovin (75. Miranchuk), Kuzyaev (56. Dzagoev), Zhirkov (64. Cheryshev); Erokhin, Samedov (63.Miranchuk); Dzyuba.