PORTRAIT: Richard Strebinger - der Rückhalt beim SK Rapid

In seiner Jugend spielte der gebürtige Wiener Neustädter u.a. in der Akademie St. Pölten und im Nachwuchs von Hertha Berlin. Für die zweite Mannschaft der Berliner hütete Strebinger zwischen 2010 und 2012 26 Mal das Tor - und blieb dabei in fünf Partien ohne Gegentreffer. Für einen Einsatz in der Profimannschaft der Herthaner reichte es aber nicht.

2012 wurde sein Wechsel zu Werder Bremen perfekt, wo er anfangs auch für die zweite Mannschaft spielte. In der Saison 2014/15 war er zweiter Goalie hinter Raphael Wolf. Am 7. Dezember 2014 musste Wolf in der zweiten Spielhälfte verletzt vom Feld und Strebinger feierte sein Debüt für Werder. In den 30 Minuten musste er gegen Eintracht Frankfurt aber gleich drei Gegentore hinnehmen. Eine Woche später stand der Österreicher das erste und bisher letzte Mal in der Startelf der Bremer. Beim 3:3 gegen Hannover 96 fing sich Strebinger zwar abermals drei Gegentreffer ein, sein damaliger Trainer Viktor Skirpnik war mit der Leistung dennoch zufrieden.

Im Jänner 2015 folgte eine Leihe zum Zweitligisten Jahn Regensburg, wo er als Stammgoalie trotz guter Leistungen einen Abstieg in die 3. Liga nicht verhindern konnte. Im Frühjahr wurde Rapid aber auf Richard Strebinger aufmerksam und verpflichtete ihn im Sommer.

Anfangs war er noch hinter Jan Novota die Nummer zwei im Tor, im Laufe der Saison avancierte der Wr. Neustädter aber zum Stammkeeper. Letztes Jahr wurde er im Februar von Tobias Konflach verdrängt und musste sich erneut mit der Rolle des Zweiergoalies zufrieden geben. Unter Goran Djuricin holte sich Strebinger im Sommer aber wieder das Einserleiberl zurück.

In den letzten Monaten bestätigt er die Entscheidung des Trainerteams mit tollen Paraden und guten Leistungen und erweist sich als sicherer Rückhalt. Im Herbst 2017 blieb er 520 Bundesliga-Minuten ohne Gegentor. Auch in diesem Jahr knüpft er an seine starken Spiele an.

Die logische Konsequenz: ÖFB-Teamchef Franco Foda hat ihn als einen von vier Torhütern in seinen 27-Mann-Kader für das Länderspiel-Triple gegen Russland, Deutschland und Brasilien einberufen.