Österreichs Nationalteam zahnlos in Dänemark

Nach dem wichtigen 1:0-Heimsieg gegen Nordirland in der UEFA Nations League stand das Testspiel gegen Dänemark für das österreichische Nationalteam auf dem Programm. In der MCH-Arena in Herning wollte die Mannschaft von Teamchef Franco Foda trotz einiger weiterer Ausfälle ein gutes Ergebnis erzielen. Gegen den Weltranglisten-Zehnten hatte sie aber eine schwere Aufgabe vor sich. Dänemark zeigte im Spiel dann auch die größere Klasse, Österreich brachte offensiv nur wenig Gefahr und so ging das Ergebnis mit 2:0 am Ende verdient für die Skandinavier aus.

Einzelaktion macht Unterschied in Halbzeit eins

Gegen den Europameister von 1992 startete das ÖFB-Team erstmals mit Richard Strebinger im Tor, der Rapid-Goalie feierte damit sein Debüt im Nationalteam. Ein Debüt feierte auch Watford-Legionär Sebastian Prödl, der erstmals von Beginn an als ÖFB-Kapitän auflief. Taktisch stellte Foda auch um, er ließ im 3-4-3-System mit einer Dreierkette hinten spielen.

Die ersten Minuten waren sehr ausgeglichen, es entwickelte sich ein erfrischendes Spiel, in dem keines der beiden Teams ein Übergewicht für sich verbuchen konnte. Auch gab es in den ersten 30 Minuten keine nennenswerten Aktionen auf beiden Seiten. Wie aus dem Nichts fiel dann aber der Führungstreffer für die Gastgeber, der war dafür aber stark herausgespielt. Nach einem schnellen Zusammenspiel vor dem österreichischen Strafraum zog Bordeaux-Profi Lukas Lerager aus etwa 20 Metern ab und traf sehenswert ins Kreuzeck zum 1:0 für die Dänen. Bis zur Halbzeit gab es dann auch keine gefährlichen Chancen mehr. Enttäuschend bei den Österreichern war die Statistik mit null Schüssen aufs Tor.

Ein Torschuss - offensive Harmlosigkeit

Die Österreicher kamen aus der Halbzeitpause wieder etwas agiler heraus. In der 51. Minute hatten sie auch eine große Gelegenheit für den Ausgleich. Ein Schuss von Louis Schaub wurde zur Flanke für den eingewechselten Florian Kainz, der mit seinem Kopfball das Tor nur um Zentimeter verpasste. Die Dänen gaben wiederum ihre Antwort und hatten nur wenige Minuten später gleich vier gute Gelegenheiten um die Führung auszubauen.

Österreich spielte gut mit, aber es fehlte die letzte Entschlossenheit und Durchschlagskraft im Spiel nach vorne. Offensiv hatte man nicht das Gefühl, dass jederzeit ein Treffer fallen könnte. Die Dänen waren ballsicherer und ihr Spiel wirkte flüssiger. Nach 70 Minuten löste Foda die Dreierkette wieder auf und brachte Marc Janko, der sein Comeback im Nationalteam feiern durfte, für Prödl ins Spiel. Immerhin konnten Kainz, der den ersten und einzigen Schuss aufs Tor brachte, und Janko nur wenig später für Gefahr vor dem dänischen Tor sorgen.

Fokus auf Nations League richten

In der Schlussphase, in der auch LASK-Kicker Gernot Trauner sein Debüt feiern konnte, erhöhten die Österreicher das Tempo. Wirklich zwingende Möglichkeiten sprangen dabei aber nicht mehr heraus. Dänemark machte nach einem Abwehrfehler von Kevin Wimmer durch Martin Braithwaite in der Nachspielzeit die Entscheidung zum 2:0-Endstand perfekt.

Jetzt heißt es Mund abwischen, im November geht es mit den abschließenden und bedeutenden Spielen in der Nations League zuhause gegen Bosnien-Herzegowina (15.11.) und auswärts in Nordirland (18.11.) weiter. Für den Aufstieg in die Liga A und ins Halbfinale der Liga B benötigt die Foda-Truppe zwei Siege.

Dänemark - Österreich 2:0 (1:0).

MCH-Arena; Tore: Lerager (29.), Braithwaite (90.+3)

Dänemark: Schmeichel - Ankersen, Kjaer (61. Jörgensen), Vestergaard, Knudsen (90. Larsen) - Lerager, Höjbjerg, Christensen (63. Jensen), Sisto - Dolberg (46. Gytkjaer), Poulsen (46. Braithwaite)

Österreich: Strebinger - Prödl (71. Janko), Hinteregger (46. Wimmer), Dragovic - Lazaro, Schöpf (71. Hierländer), Schlager (36. Ilsanker), Ulmer - Sabitzer (46. Kainz), Schaub (78. Trauner) - Burgstaller