Spielerbenotung der ÖFB-Teamspieler gegen Dänemark

Eine mehr als enttäuschende Leistung von Österreich führt zu einem 0:2 in Dänemärk. Auch wenn zahlreiche Stammspieler gefehlt haben, das war heute eine extrem schwere Kost, wie auch die Noten zeigen. Keine besseren Noten als Dreier und sogar zwei Fünfer waren heute dabei.

Die Spieler in der Einzelkritik:

Richard Strebinger: 3

Teamdebüt für den 25-jährigen Rapidler. Als er nach 25 Minuten von Poulsen erstmals geprüft wurde war das noch eine bessere Aufwärmübung. Beim 0:1-Traumtor wenige Minuten später war er dann chancenlos. Nach 55 Minuten konnte er sich bei einem Freistoß gut auszeichnen. Ansonsten wurde er wenig geprüft und falls doch, war er sicher. Beim 2:0 konnte er den Wimmer-Fehler sogar fast ausbessern.

Martin Hinteregger: 3

Sah nach einer unnötigen Ringereinlage gegen Poulsen früh in der Partie Gelb. Beim 0:1 wie gleich mehrere Österreicher vielleicht eine Spur zu weit weg vom Gegner aber eigentlich war das auch richtig fein gespielt von den Dänen. Ansonsten klärte er einmal vor Poulsen routiniert, hatte gegen den Leipziger aber auch das eine oder andere Mal das Nachsehen. In der Halbzeit war sein Arbeitstag beendet.

Sebastian Prödl: 3

Der Routinier bekam heute die Kapitänsbinde zugesprochen und war der zentrale Mann in der Dreierkette hinten. Sein Aufbauspiel war manchmal ungenau, dann aber wieder punktgenau. Bei den häufigen Bällen der Dänen in der Spitze war er knapp am Gegner und konnte so vieles gut unterbinden. Nach 65 Minuten rettete er vor einem einschussbereiten Dänen am Boden liegend. Wenig später verließ er für Janko das Feld.

Aleksandar Dragovic: 3

Sobald Österreich hinten mit Dreier- beziehungsweise Fünferkette spielt kommt Dragovic in die Startelf. Machte dort die Räume mit seinen Kollegen oft gut eng. Beim Tor beteiligt, konnte er den Doppelpass Lerager/Sisto nicht verhindern. Aber wie gesagt, das war einfach gut gespielt. Im Aufbauspiel war das insgesamt, wie bei seinen Nebenleuten Hinteregger und Prödl, ganz passabel. Große Fehler im Stellungsspiel waren nicht der Fall.

Andreas Ulmer: 4

Hatte heute die laufintensive Position links im Mittelfeld inne, von wo aus er in der Rückwärtsbewegung in die Fünferkette zurück rückte. Bot sich viel auf der linken Seite an und wurde da auch immer wieder angespielt. Produktives kam da aber wie auch auf der anderen Seite bei Lazaro kaum heraus. Am Gefährlichsten wurde es noch bei einem aus seiner Flanke resultierenden Janko-Volley. Defensiv ließ er sich nicht viel zu Schulden kommen aber offensiv war das einfach zu mau.

Valentino Lazaro: 4

War heute im rechten Mittelfeld im 3-4-3 aufgestellt und vor allem in der ersten Hablzeit defensiver als noch am Freitag, da Österreich bei gegnerischem Ballbesitz ein 5-3-2 bildete. Bei Hertha eigentlich in toller Form, war er heute quasi wirkungslos. Sinnbildlich eine total missglückte Flanke nach einer knappen Stunde. Wenig später zeigte er einmal sein Können, als er eine Flanke mustergültig Guido Burgstaller servierte. Defensiv ließ sein Zwiekampfverhalten immer wieder zu Wünschen übrig.

Xaver Schlager: 3

Der junge Salzburger versuchte sich stets seinen Mitspielern anzubieten. Tolle Übersicht im Spiel nach vorne und schnell hinter dem Ball, wenn es den Ballverlust gab. Manchmal könnte er noch direkter und mutiger nach vorne agieren. Als "Sechser" ist die Vorsicht aber auch kein Fehler. Musste nach einer guten halben Stunde leider verletzt raus.

Alessandro Schöpf: 3

Spielte heute erstmals seit Längerem wieder zentral im Mittelfeld als "Achter" und hatte nach 20 Sekunden schon eine gute Chance am Fuß. Versuchte das Spiel zu gestalten und war in der ersten Halbzeit einer der besten Österreicher. Dribblingstark, gutes Kombinationsspiel und auch immer wieder mit Ballgewinnen im Defensivspiel. In der zweiten Halbzeit aber etwas untergetaucht und nach 70 Minuten ausgewechselt.

Louis Schaub: 3

War zu Beginn ganz vorne zu finden und zeigte im Kombinationsspiel oft seine technische Stärke. Nachdem er dort aber kaum Bälle bekam, versuchte auch er sich mehr fallen zu lassen. Ein Weitschuss (der von Kainz "weitergescherzelt" wurde) von ihm kurz nach der Pause war die bis dahin beste Chance der Foda-Elf. Auch ansonsten einer der Besseren am heutigen Tag.

Marcel Sabitzer: 5

Der Leipziger kam heute viel aus dem Mittelfeld, wo er völlig wirkungslos blieb. Ein Verlegenheitsschuss vor der Pause war seine letzter Ballkontakt in der Partie.

Guido Burgstaller: 4

Legte bereits nach wenigen Sekunden die Chance von Schöpf auf. Generell war er auch heute wie schon am Freitag in seinem Spiel viel beweglicher. Gebracht hat dies aber nicht viel außer ein Ansteigen seines Kilometerzählers. Eine - sehr scharfe aber platzierte - Flanke von Lazaro konnte er nicht aufs Tor bringen.

Stefan Ilsanker: 3-

Ersetzte bereits in der ersten Halbzeit den angeschlagenen Schlager positionsgetreu. Stellte sich dann gleich einmal mit einem Weitschuss vor, was der erste Torversuch Österreichs seit der ersten Spielminute war. Ansonsten ließ er manchmal zu viel Platz zwischen Mittelfeld und Verteidigung kommen.

Kevin Wimmer: 5

Ersetzte in der zweiten Halbzeit Hinteregger. Fiel dann gleich einmal durch ein ungestümes Einsteigen gegen Gytkjær auf, womit er sich verdient Gelb holte. Sein Stellungsspiel danach war oft gelinde gesagt ausbaufähig. Ein Schnitzer von ihm führte dann auch zum 2:0.

Florian Kainz: 3

Ersetzte in der zweiten Halbzeit Sabitzer und fand nach wenigen Minuten eine gute Chance vor, als er einen Schaub-Schuss mit dem Kopf verlängerte. Nach über 70 Minuten sorgte der Werder-Legionär für den ersten rot-weiß-roten Torschuss und bereitete dabei Keeper Kasper Schmeichel sogar ordentlich Probleme. Brachte insgesamt ein wenig Wind ins österreichische Spiel.

Stefan Hierländer: zu kurz eingesetzt

Kam in den letzten 20 Minuten für Schöpf und konnte dem Spiel keine neuen Impulse mehr geben.

Marc Janko: zu kurz eingesetzt

Übernahm in seinem 67. Länderspiel von Prödl die Kapitänsschleife. Eine Volleyabnahme einer Ulmer-Flanke war eine der auffälligsten Aktionen der Österreicher.

Gernot Trauner: zu kurz eingesetzt