ÖFB-Teamspieler-Check vor den Länderspielen gegen Polen und Israel

Am Donnerstag beginnt für das österreichische Nationalteam die "Road to EM". In Wien startet die Mannschaft von Franco Foda gegen Polen. Am Sonntag geht es in Haifa gegen Israel weiter. Bevor es aber losgeht, checken wir die Form unserer Teamspieler im ÖFB-Teamspieler-Check!

Heinz Lindner (Grasshoppers Zürich)

"Außer Lindner könnt ihr alle gehen." Das skandierten die Fans des Grasshopper Club Zürich vor einem Monat nach der Niederlage gegen den damals Tabellenletzten Xamax. Bei Zürich hängt der Haussegen gewaltig schief: Die Grasshoppers stehen auf dem letzten Tabellenplatz. Trainer Thorsten Fink musste schon gehen, der neue Trainer Tomislav Stipic soll den Super-GAU, den Abstieg in die zweite Liga, noch vermeiden. Lindner, der in dieser Saison die Mannschaft oft als Kapitän aufs Feld geführt hat, scheint aufgrund seiner Leistungen nicht an der Negativserie verantwortlich zu sein. Trotzdem musste der 28-Jährige in 24 Bewerbsspielen schon 47-mal hinter sich greifen.

Richard Strebinger (SK Rapid Wien)

Bei Rapid Wien ist die Situation ebenfalls nicht rosig. Nach dem 2:2 gegen den TSV Hartberg verpassten die Hütteldorfer auch das Meisterplayoff. Richard Strebinger war dabei alles andere als verantwortlich. Die starke Konstante der Rapidler verhinderte in der bisherigen Saison viele Gegentore und spielte in der Liga insgesamt acht Mal zu Null. In 21 Spielen kassierte er 28 Gegentore.

Cican Stankovic (Red Bull Salzburg)

Die Nummer 1 der Salzburger hat aufgrund der starken Defensive der Salzburger zeitweise wenig zu tun. Mit 16 Gegentoren in 20 Ligaspielen zählt er trotzdem zu den besten Torhütern in der heimischen Liga.


Martin Hinteregger (Eintracht Frankfurt)

Vom Abstiegskandidaten zum Europa-League-Sternchen. Martin Hinteregger hat nach seiner Ausbootung beim FC Augsburg, bei der Eintracht in Frankfurt eine gute Auffangstation gefunden. Seit seinem Transfer spielte der Innenverteidiger jede Partie. Erfreulich dabei: Frankfurt verlor kein einziges Spiel. In der Liga schon seit vier Spielen ungeschlagen, attackieren sie weiterhin die Top 4. Im letzten Ligaspiel gegen Nürnberg erzielte Hinteregger sogar das Siegtor für die Eintracht.

Nach dem 0:1-Sieg gegen Inter Mailand stehen sie noch dazu im Europa League-Viertelfinale. Der Kärntner kann sich einen Verbleib in Frankfurt gut vorstellen. Denn wenn Augsburg-Trainer Manuel Baum bei Hintereggers Rückkehr noch im Amt ist, gibt es "keine Rückkehr". Das bestätigte er gegenüber "Sky Austria".

Maximilian Wöber (FC Sevilla)

Für Maximilian Wöber ging es im Winter in den Süden. Von Ajax Amsterdam wechselte der 21-Jährige zum FC Sevilla in die spanische La Liga. Vor seinem Wechsel nach Spanien war in den Niederlanden nicht mehr regelmäßig gesetzt und kam meistens nur mehr von der Bank aus ins Spiel. Bei Sevilla läuft es schon ein wenig besser. Bei seinen bisherigen sechs Liga-Einsätzen spielte er fünf Mal von Beginn an. Wöber, der für Philipp Lienhart nachnominiert worden ist, war anfangs im Kader der U21 für die Testspiele gegen Italien und Spanien vorgesehen.

Aleksandar Dragovic (Bayer 04 Leverkusen)

"Damit kann ich nicht zufrieden sein, auf Dauer ist das keine Lösung." Aleksandar Dragovic scheint an einen möglichen Abschied von Bayer Leverkusen zu denken. 2019 kam "Drago" in der Liga vier Mal zum Einsatz, in der Europa-League spielte er in der Zwischenrunde gegen Krasnodar in beiden Spielen. Bei der Niederlage gegen Heidenheim im DFB-Pokal kam er ebenfalls von Beginn an zum Einsatz.

Stefan Posch (TSG Hoffenheim)

Der Newcomer im Team! Stefan Posch, Legionär bei der TSG Hoffenheim, wird das erste Mal im Nationalteam dabei sein. Unter Julian Nagelsmann gehört Posch in der Defensive zur Stammelf und kommt regelmäßig von Beginn an zum Einsatz. In 2019 startete er nur ein Spiel von der Bank aus, acht Mal stand er in der Startelf.

Sebastian Prödl (Watford FC)

Ein Fragezeichen steht hinter der Einberufung von Sebastian Prödl. Der letzte Einsatz in einem Pflichtspiel bestreitete der Steirer im Oktober 2018. Bis heute stand Prödl nicht mehr im Kader des Watford FC. Es wird zu sehen sein, ob Prödl gegen Polen bzw. gegen Israel zum Einsatz kommen wird.

David Alaba (FC Bayern München)

Nachdem anfangs nicht klar war, ob David Alaba für die Duelle gegen Polen und Israel einsatzfähig sein wird, meldete er sich heute fit. Beim deutschen Rekordmeister gehört Alaba standardgemäß zur Stammelf. Beim letzten 6:0-Heimsieg der Bayern gegen Mainz steuerte Alaba einen Assist bei.

Andreas Ulmer (Red Bull Salzburg)

Mit breiter Brust gehen die Salzburger in das Meisterplayoff. Nur eine Niederlage in 22 Ligaspielen mussten die Salzburger verkraften. In 20 Spielen stand Andreas Ulmer von Beginn an auf dem Platz. Der 33-Jährige spielt weiterhin auf hohem Niveau und das nicht nur national. In jedem Europa League-Spiel der Salzburger stand er über die volle Spielzeit auf dem Feld. In 38 Bewerbsspielen steuerte Ulmer 14 Assists bei

Stefan Lainer (Red Bull Salzburg)

Das Arbeitstier der Salzburger Bullen gehört in 2019 wieder zum Nationalteam. In 32 Bewerbsspielen für die Salzburger erzielte er ein Tor und konnte sechs weitere vorbereiten. In seinen 32 Einsätzen stand er 31-mal von Beginn an auf dem Platz. Bei jedem Startelfeinsatz spielte Lainer auch über die vollen 90 Minuten.


Stefan Ilsanker (RB Leipzig)

Obwohl seine Einsatzzeit in Leipzig ausbaufähig ist, gehört Stefan Ilsanker auch in der EM-Qualifikation zum Kader von Franco Foda. Im Jahr 2019 kam "Ilse" nur zu einem Startelfeinsatz, Ralf Rangnick stellte ihn damals als Innenverteidiger auf.

Julian Baumgartlinger (Bayer 04 Leverkusen)

In der Hinrunde noch verletzt, setzt Leverkusen-Trainer Peter Bosz in der Rückrunde wieder vermehrt auf Julian Baumgartlinger. In den letzten vier Partien spielte "Baumi" sogar durch. Der Kapitän des Nationalteams hat nach seinem Innenbandriss seinen Platz in der Leverkusener Mannschaft gefunden.

Florian Grillitsch (TSG Hoffenheim)

Florian Grillitsch gehört in Hoffenheim zur Startelf wie die Butter aufs Brot. In 2019 fehlte er der TSG nur einmal wegen einer Gelbsperre.

Xaver Schlager (Red Bull Salzburg)

Nach seinem Premierentreffer gegen Nordirland im letzten Spiel des Nationalteams hat Xaver Schlager auch in 2019 seinen Platz im Team von Franco Foda. Der 21-Jährige bestätigt diesen Platz ebenfalls bei den Salzburgern. In 33 Pflichtspielen erzielte er sieben Tore und bereitete vier weitere vor. Unter Marco Rose ist Schlager unumstrittene Stammkraft.

Konrad Laimer (RB Leipzig)

Konrad Laimer hat sich bei den Leipzigern in der bisherigen Saison als flexibler Mittelfeldspieler präsentiert. Bisher kam er als linker, rechter sowie als zentraler Mittelfeldspieler zum Einsatz, auf der rechten Außenverteidigerposition war ebenfalls anzutreffen. In den neun Partien des Jahres stand er sieben Mal in der Startelf.

Peter Zulj (RSC Anderlecht)

Nachdem er im Winter vom SK Sturm Graz zum RSC Anderlecht nach Belgien gewechselt ist, wurde es etwas ruhiger um Peter Zulj. Bei Anderlecht konnte sich Zulj gleich das Vertrauen von Trainer Fred Rutten erarbeiten und steht regelmäßig in der Startelf. Bei seinem ersten Einsatz gegen Eupen konnte Zulj sogar einen Assist verbuchen. In der Tabelle konnten sich die Brüssler ebenfalls auf den vierten Platz verbessern und sind wieder in Schlagweite zu den vorderen Plätzen.

Valentino Lazaro (Hertha BSC)

Knieprobleme brachten zwangen Valentino Lazaro zu Jahresbeginn zu einer kurzen Pause. Dennoch ist Lazaro wieder fit und konnte gegen den 1. FSV Mainz 05 sogar einen Assist verbuchen. Beim letzten Spiel vor der Länderspielpause gegen Borussia Dortmund stand der 22-jährige Offensivmann über die volle Spielzeit auf dem Feld.

Kevin Stöger (Fortuna Düsseldorf)

Das zweite neue Gesicht im Nationalteam. Nach der Absage von Michael Gregoritsch wurde Bundesliga-Legionär Kevin Stöger nachnominiert. Der Oberösterreicher spielt bei Fortuna Düsseldorf eine solide Saison und ist mitverantwortlich, dass die Düsseldorfer auf dem zwölften Tabellenplatz rangieren. In seinen letzten vier Einsätzen konnte Stöger jeweils einen Assist verzeichnen, insgesamt hält er bei sechs Saisonassists.


Florian Kainz (1. FC Köln)

Nach seinem Wintertransfer zum 1. FC Köln bekommt Florian Kainz wieder regelmäßig Spielpraxis. Kainz zählt bei den Kölnern zu der Stammelf, die den Wiederaufstieg in die erste Liga schaffen soll.

Karim Onisiwo (1. FSV Mainz 05)

Eine Nationalteam-Rückkehr feiert Karim Onisiwo nach über zweijähriger Abstinenz. Der Offensivmann des 1. FSV Mainz 05 verzeichnet ansteigende Einsatzminuten und konnte mit einem Doppelpack gegen den FC Schalke 04 aufzeigen. In der bisherigen Saison hält er bei vier Toren.

Marcel Sabitzer (RB Leipzig)

Der Leipzig-Legionär kam in jeder Partie im Jahr 2019 für die Leipziger von Beginn an zum Einsatz. Der 25-Jährige gehört zum fixen Stamm von Ralf Rangnick.

Marko Arnautovic (West Ham United)

Nach seinem Transfer-Hick-Hack mit West Ham United und der chinesischen Liga büßte Marko Arnautovic nicht nur Vertrauen bei seinem Arbeitgeber sondern auch Einsatzzeit ein. Nach seiner Vertragsverlängerung spielte Arnautovic kaum mehr von Beginn an, meist kam er von der Bank aus ins Spiel.

Marc Janko (FC Lugano)

Die Strafraumkobra sagt noch lange nicht Adieu. Nach der Absage von Guido Burgstaller wurde Marc Janko für die Duelle gegen Polen und Israel nachnominiert. Bei Lugano läuft es derzeit nicht so einwandfrei für Janko. Sein letztes Ligaspiel absolvierte der 35-Jährige Anfang Februar, sein letztes Tor erzielte er im Cup Ende Februar.