VORSCHAU: Österreich gegen Slowenien - Ein Sieg muss her

Am Freitag trifft das österreichische Nationalteam anlässlich der Qualifikation zur Europameisterschaft 2020 auf unseren Nachbarn Slowenien. Nach den zwei Niederlagen gegen Polen und Israel steht das Team von Franco Foda schon ordentlich unter Zugzwang. Man kann schon fast von einem vorentscheidenden Spiel sprechen.

Auftakt zum Vergessen

Nach der 0:1-Heimspielniederlage gegen Polen und der Blamage in Israel, bei der man 4:2 verloren hat, gingen die Wogen hoch. Nach den ersten zwei Spielen stand man mit null Punkten dar. Der Auftritt der Mannschaft war unsicher, fast schon lustlos. Daher steht die Mannschaft schon nach dem zweiten Spiel stark unter Druck. In der Qualifikation ist noch alles möglich, aber die Ausgangssituation gestaltet sich alles andere als optimal. Man befindet sich in der Gruppe G auf dem letzten Tabellenplatz mit sechs Punkten Rückstand auf den Tabellenersten Polen.

Bei Slowenien wünschte man sich wahrscheinlich auch einen besseren Auftakt. Gegen Israel und Nordmazedonien spielte man jeweils 1:1 und steht somit nach zwei Runden bei zwei Punkten. Nicht ganz wie man es sich vorgestellt hat, was der ehemalige Rapid-Stürmer Robert Beric gegenüber der APA bestätigte. "Aber wir sind praktisch in der gleichen Situation. Wir sind auch nicht zufrieden, wollten eigentlich nach den ersten beiden Spielen mehr Punkte haben", sagte der 27-Jährige und fügt hinzu, dass es gegen Österreich ein hartes Match sein wird ("Es wird schwierig, weil Österreich viele gute Spieler hat.").

Mutiger Auftreten

Auf dem Papier ist die Favoritenrolle klar definiert. Es spielt der 34. gegen den 63. der Weltrangliste. Nach dem letzten beiden Auftritten des Nationalteams muss aber eine Leistungssteigerung her, sonst wird man es auch gegen Slowenien schwer haben. Die Qualität der slowenischen Mannschaft ist wohl unter der von Österreich zu stellen, trotzdem haben sie starke Einzelspieler wie Atletico Madrid-Torwart Jan Oblak oder Offensivmann Josip Ilicic. Ebenfalls vertreten ist der schon oben genannte Robert Beric., der den österreichischen Fußball noch von seinen Stationen bei Rapid Wien und Sturm Graz kennt.

Teamchef Foda kann gegen Slowenien fast auf die beste Besetzung bauen - Alessandro Schöpf und Maximilian Wöber fehlen verletzungsbedingt. Somit hat Österreich alle Trümpfe in der Hand und sogar noch den Heimvorteil im Wörthersee-Stadion, obwohl auch viele slowenische Fans erwartet werden.

Ein mutiger und, vor allem in der Offensive, leidenschaftlicher Auftritt wird von Nöten sein, um in Klagenfurt die wichtigen drei Punkte einzusacken. Wenn das nicht passiert, ist der Zug für die EM-Qualifikation wohl oder übel schon abgefahren. Ein frühzeitiges Endspiel sozusagen.