Nordmazedonien - Ein junger Staat im sportlichen Portrait

Der erste Schritt zur Erhaltung der Teilnahmechancen für die paneuropäische EM 2020 wurde von Seiten des ÖFB-Teams am vergangenen Freitag mit einem knappen 1:0-Sieg gegen Slowenien gesetzt. Am morgigen Montag steht das Team allerdings wiederholt unter Druck, um nicht doch bereits frühzeitig alle Chancen auf eine wiederholte Partizipation an einem Großereignis zu verspielen.

Um 20:45 kommt es in Skopije zum Duell mit dem Pendant aus Nordmazedonien, das aktuell mit vier Zählern den dritten Platz in der Tabelle der Gruppe G schmückt. Damit ihr wisst, mit welchem Team es die Foda-Elf zu tun bekommen wird, haben wir für euch die Elf, die aktuell auf dem 68. Rang der FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste liegt, etwas genauer unter die Lupe genommen.

Historisches und Aktuelles

Das Nationalteam Nordmazedoniens trug erstmals nach dem Zerfall Jugoslawiens im Jahr 1993, und somit nach Erlangung der Unabhängigkeit, ein Länderspiel aus - gegen Slowenien feierte die Equipe damals auswärts auch gleich einen 4:1-Kantersieg. Aktuell hält das von Igor Angelovski trainierte Team bei 229 Länderspielen, erzielte dabei 67 Siege (der höchste Sieg gelang gegen Liechtenstein mit 11:1 im Jahr 1996), 58 Unentschieden und 104 Niederlagen (höchste Niederlage gegen Tschechien mit 1:6 im Jahr 2005).

Bis heute schafften es die Kicker jedoch zu keiner Teilnahme an einem Großereignis, allerdings gewann das Team in der vergangenen UEFA Nations League D die Gruppe 4 mit 15 Punkten aus sechs Spielen - dies aber gegen Opponenten wie Armenien, Gibraltar und Liechtenstein. 

Der Start in die laufende Qualifikationsrunde zur EM 2020 verlief verhältnismäßig gut - nach drei Spieltagen liegt die von Kapitän Goran Pandev angeführte Elf auf Platz drei - mit einem Punkt Vorsprung auf Österreich und drei Zählern Rückstand auf den Zweiten aus Israel. Zu Beginn wurde Lettland vor heimischen Publikum sicher mit 3:1 geschlagen, aus Slowenien nahm die Equipe immer hin mit einem 1:1 einen Zähler mit in die Heimat. Am vergangenen Freitag setzte es zu Hause gegen Polen erstmals eine Niederlage, die mit 0:1 sehr knapp ausfiel.

Spieler und Trainer

Das Team von Trainer Igor Angelovski, der seit Oktober 2015 im Amt ist, besteht aus einer bunt zusammengewürfelten Truppe. Im aktuellen Kader finden sich Spieler, die in 15 verschiedenen Ländern bzw. 16 differenten Ligen ihr Geld verdienen - von Saudi-Arabien, über Zypern bis hin zu Spanien und in die Reserve-Liga in England. Beim Blick auf die aktuelle Auswahl sticht ein Name besonders ins Auge. Der 35-jährige Goran Pandev - aktuell beim FC Genua 1893 unter Vertrag - sorgt einerseits durch seine Routine für Ruhe im Spiel, andererseits ist der Stürmer trotz seines Alters nach wie vor brandgefährlich vor dem Kasten. Neben dem Oldie spielten sich in den letzten Spielzeiten vor allem drei Mittelfeldspieler in der Fokus der Scouts. Ezgjan Alioski ist mit seinen 27 Jahren Leistungsträger bei Leeds United, lieferte dort in 92 Spielen 14 Tore und elf Assists. Mit dem 23-jährigen Enis Bardhi von UD Levante (bislang 68 Spiele, 12 Tore und sechs Vorlagen) und dem erst 19 Jahre alten Eljif Elmas von Fenerbahce Istanbul (47 Spiele, vier Tore und ein Assist) ist die Mittelfeldzentrale exzellent besetzt. Zusätzlich verfügt das Team mit Stefan Ristovski von Sporting Lissabon und Arijan Ademi (Dynamo Zagreb) auch in der Defensive über gute Qualität.

Rekordtorschütze ist wenig überraschend Rekordnationalspieler Goran Pandev, der in 91 Einsätzen starke 31 Tore beisteuerte. Einsatztechnisch knapp hinter Pandev liegt aktuell - Achtung Österreichbezug - Goce Sedloski, der über fünf Jahre die Schuhe für den SV Mattersburg schnürte. Mit Ilco Naumoski und Aleksandar Todorovski standen zudem zwei weitere ehemalige Teamspieler bei österreichischen Vereinen unter Vertrag.

Bilanz Österreichs gegen Nordmazedonien:

Für die rot-weiß-rote Equipe kommt es im Duell gegen Nordmazedonien zu einer Premiere - noch nie trafen die beiden Teams aufeinander.