Österreich schlägt Israel in der EM-Qualifikation und klettert auf Platz 2

Nach der 2:4-Niederlage in Israel stand für das ÖFB-Team die Revanche im Wiener Ernst-Happel-Stadion in der EM-Qualifikation an. Vor dem Spiel lag Österreich in der Gruppe G an dritter Position hinter Tabellenführer Polen und Slowenien. Daher war ein Sieg gegen die Israelis wichtig um keinen Abstand auf den für die Teilnahme an der Europameisterschaft 2020 wichtigen zweiten Platz aufreißen zu lassen. Dieser Sieg gelang der Mannschaft von Teamchef Franco Foda auch, sie überholte damit auch Slowenien, das in Nordmazedonien mit 1:2 verlor.

Kein optimaler Start

Das Spiel begann aber nicht optimal für Österreichs Nationalteam. In der ersten halben Stunde reihten sich einige Fehler im Spielaufbau und Passspiel ein. Kapitän Julian Baumgartlinger fiel durch Fouls an Israels Kapitän Bibras Natcho auf und war dadurch fast rotgefährdet. Spielerisch und körperlich war man zwar deutlich besser, aber die Elf von Trainer Andreas Herzog war sehr gut eingestellt. Die erste Chance für Österreich gab es auch erst in der 25. Minute durch einen abgefälschten Schuss von Marcel Sabitzer.

Hinten machten sich viele Unsicherheiten bemerkbar, Fehlpässe zerstörten das Offensivspiel und hinten geriet man in Bedrängnis. Wie aus dem Nichts gelang dann auch Israel die Führung durch Eran Zahavi, der zu lasch angegangen wurde und außerhalb des Sechzehners mit einem prachtvollen Schuss ins Kreuzeck das 1:0 für die Gäste erzielte. Der Gegentreffer war so etwas wie ein Weckruf für die Österreicher, sie wurden dadurch aggressiver und hätten durch einen Stangenschuss von Marko Arnautovic auch beinahe den Ausgleich erzielt (37.'). Der Ausgleich ließ aber nicht lange auf sich warten, nach einem Kombinationsspiel spielte Arnautovic auf Valentino Lazaro, der die Kugel am israelischen Tormann Ofir Marciano vorbeischob. Mit einem 1:1 ging es dann auch in die Kabine.

Glückliches Ende

Nach der Pause zeigte sich Österreich verbessert, wenn auch immer nicht alles wie gewünscht lief. In der 56. Minute war es dann der zuvor fehlerhafte Martin Hinteregger, der mit einem Tor im Stile eines Mittelstürmers nach einer Hereingabe von Konrad Laimer die Führung für das ÖFB-Team besorgte. Es zeichnete sich nach diesem Treffer weiterhin das selbe Bild ab, die Österreicher bestimmten das Match, kamen aber nur zu vereinzelten gefährlichen Aktionen.

Christopher Trimmel wurde in der 63. Minute eingewechselt und gab damit nach neun Jahren sein Comeback im Nationalteam. Arnautovic musste zudem verletzt raus, für ihn kam Michael Gregoritsch in der 82. Minute aufs Feld. Die Israelis hatten nur wenig zu melden, und strahlten mit der Zeit immer weniger Gefahr aus. Sie haben aber oft gezeigt, dass sie mit einer Aktion zuschlagen können und daher war Vorsicht weiterhin angebracht. Für die endgültige Entscheidung konnte dann allerdings Sabitzer mit einem abgefälschten Schuss in der 88. Minute sorgen. Damit war der Erfolg besiegelt, Österreich gewann vor 26.000 Zusehern mit 3:1 gegen Israel.

Damit liegt das österreichische Nationalteam weiterhin drei Punkte hinter Polen, hat allerdings Slowenien überholt und trifft in drei Tagen auswärts auf den südlichen Nachbarn im direkten Duell um die Qualifikationsplätze. Für Israel hat sich mit fünf Punkten Rückstand die Teilnahme an der Europameisterschaft über die Qualifikation wohl erledigt.