Das Gegnerportrait und die Bilanz gegen den ÖFB: Der Nachbar Slowenien

In eines der acht Nachbarländer Österreichs geht es am Sonntag für die Nationalelf von Teamchef Franco Foda. Slowenien wartet im Rahmen der Qualifikation zur Europameisterschafts-Endrunde 2020 auf das ÖFB-Team, in diesem Artikel wollen wir euch unseren nächsten Gegner - der übrigens auf Rang 58 der FIFA-Weltrangliste rangiert - auf dem Weg zur EM etwas genauer vorstellen. Anpfiff in der slowenischen Hauptstadt, in Ljubljana, ist am Sonntag um 20.45 Uhr.

Ein Blick in die Geschichtsbücher

Aufgrund des Faktes, dass Slowenien erst im Juni 1991 von Jugoslawien die Unabhängigkeit erlangte, ist auch das erste offizielle Länderspiel des Nogometna zveza Slovenije - also des slowenischen Fußballverbandes – noch relativ jung datiert. Am 3. Juni 1992 erreichte man in einem Freundschaftsspiel in Estland ein 1:1-Unentschieden.

Bis zum heutigen Tag absolvierte die Mannschaft von Teamchef Matjaž Kek 244 Länderspiele, erreichte dabei 84 Erfolge, 60 Unentschieden und musste exakt 100 Mal als Verlierer vom Platz gehen. Wenn man einen Blick auf die historischen Teilnahmen bei Fußball-Großereignissen wirft, dann stehen eine Teilnahme bei der EM 2000 in Belgien und den Niederlanden, welche in der Gruppe mit Spanien, Jugoslawien und Norwegen für die Slowenen mit zwei Unentschieden auf dem letzten Rang endete, und zwei WM-Teilnahmen in den Büchern festgeschrieben. Bei der Weltmeisterschaft 2002 in Südkorea und Japan verlor man gegen Spanien, Paraguay und Südafrika alle drei Spiele und schied nach der Vorrunde aus, während bei der Endrunde 2010 in Südafrika, trotz des abermalig frühen Ausscheidens in der Gruppe mit den USA, England und Algerien, wenigstens ein Sieg und ein Unentschieden rausschaute.

Etwas besser hingegen läuft es in der aktuellen Qualifikation zur Europameisterschafts-Endrunde 2020, die über den gesamten Kontinent verteilt stattfinden wird. Hinter den beiden Führenden Teams aus Polen und Österreich liegen unsere südlichen Nachbarn mit nur zwei Punkten Rückstand auf dem dritten Tabellenrang.

Der Kader, die Mannschaft

Mit ziemlicher Sicherheit gehört der aktuelle Teamkader der Slowenen zu den älteren in der laufenden EM-Qualifikation, ist der Altersschnitt im erweiterten Kader doch bei 28 Jahren angesetzt. Der Spieler mit dem prominentesten Namen wird wohl im Tor auflaufen - Jan Oblak, der aktuell für Atlético Madrid aufläuft, ist der Teamtorhüter unserer kommenden Gegner. Ein weiterer auffälliger Name auf der Teamliste: Robert Beric, also ein Ex-Rapidler, der mittlerweile für Saint-Etienne als Stürmer tätig ist.

Sloweniens Rekordnationalspieler ist mit 101 Länderspielen Bostjan Cesar, der 2005 nach einem letzten Engagement bei Benfica Lissabon seine Karriere beendete. Rekordtorschütze ist nach wie vor Zlatko Zahovic, der sein letztes Länderspiel 2004 bestritt – er erzielte in 80 Einsätzen starke 35 Tore und kickt aktuell bei Chievo Verona. Im Teamkader ist aber nicht mehr zu finden.


Tor: Jan Oblak (Atletico Madrid/20 Länderspiele), Vid Belec (Sampdoria/13)

Abwehr: Bojan Jokic (FK Ufa/96/1 Tor), Andraz Struna (Anorthosis Famagusta/27/1), Miha Mevlja (Rostow/19/1), Aljaz Struna (Houston Dynamo/14/1), Petar Stojanovic (Dinamo Zagreb/8/0), Miha Blazic (Ferencvaros/3/0), Nemanja Mitrovic (Jagiellonia/3/0), Jure Balkovec (Hellas Verona/1/0)

Mittelfeld: Josip Ilicic (Atalanta/56/5), Jasmin Kurtic (SPAL/50/1), Rene Krhin (Nantes/42/2), Benjamin Verbic (Dinamo Kiew/23/3), Miha Zajc (Fenerbahce/13/4), Domen Crnigoj (Lugano/9/0), Jaka Bijol (ZSKA Moskau/4/0), Damjan Bohar (Zaglebie/2/0), Zan Majer (Lecce/1/0), Jon Gorenc-Stankovic (Huddersfield/0), Denis Popovic (FK Orenburg/0)

Angriff: Robert Beric (Saint-Etienne/20/2), Andraz Sporar (Slovan Bratislava/13/1)

Die ÖFB-Bilanz gegen Slowenien

Bisher wurden zwischen der Österreichischen Nationalmannschaft und dem Pendanten aus Slowenien drei Länderspiele ausgetragen. Im ersten im Jahr 1997 verlor der ÖFB in einem Testspiel auf der Linzer Gugl mit 0:2, danach folgten im März 2018 und im Juni 2019 aber jeweils ein Heimsieg zuhause im Klagenfurter Wörtherseestadion. Letzteres, also das Hinspiel im Rahmen der EM-Qualifikation, gewannen die Österreicher dank eines Tores von Guido Burgstaller mit 1:0.