Spielerbenotung: Zeugnis für Österreichs B-Elf bei Griechenland-Test

Der zweite Anzug der österreichischen Nationalmannschaft reicht gegen Griechenland zu einem 2:1-Sieg. Wir haben uns wieder die Leistungen der heimischen Teamspieler im Detail angesehen.

Pavao Pervan Note: 3

Blieb lange beschäftigungslos, ehe er wie aus dem Nichts hinter sich greifen musste, war beim Gegentreffer jedoch macht- und schuldlos. Danach musste er nicht mehr eingreifen.

Marco Friedl Note: 2-

Verhinderte nach zehn Minuten mit einer starken Grätsche die ersten Spuren von griechischer Gefahr, war auch offensiv anwesend, jedoch dabei oft glücklos. Der Gegentreffer der Griechen fiel über seine Abwehrseite - ein Makel auf den er bei seinem Debüt wohl gerne verzichtet hätte. Dennoch machte der Bremer seine Sache gut.

Martin Hinteregger Note:3

Nahm sich 30 Minuten mit einem guten Distanzschuss ein Herz und präsendierte sich als gekonnter Spieleröffner, der auch die Defensive fehlerfrei dirigierte. Machte bereits zur Halbzeit für Stefan Posch Platz.

Aleksandar Dragovic Note: 3

Wirkte ruhig und gelassen, angesichts der harmlosen Griechen völlig verständlich, beim Gegentor war jedoch auch er nicht auf der Höhe des Torschützen. Nahm sich nach Seitenwechsel ein Beispiel an Hinteregger in der Spieleröffnung. Eine solide Vorstellung des (noch-) Leverkuseners. 

Christopher Trimmel Note: 3

Hatte bei nahezu jedem ruhenden Ball seine Füße im Spiel und fungiert als ideale Zweitlösung auf der rechten Außenbahn. Lauffreudig, zweikampfstark sind Attribute, die ein jeder seines Fachs gerne mitnimmt. Wurde in der Halbzeitpause ausgewechselt.

Julian Baumgartlinger Note: 3

War im Zentrum oft auf verlorenem Posten und konnte nicht wie gewohnt mit glänzender Übersicht den genialen Moment erzwingen. Laufbereitschaft und Zweikampfstärke sind jedoch mustergültig. Durfte diese Fähigkeiten jedoch nur eine Halbzeit lang beweisen.

Stefan Ilsanker Note: 3

Tat sich im Spielaufbau etwas schwer. Aufgrund mangelnder kreativen Begabung wirkte er lange wie eine Fehlbesetzung in einem Nationalteam, das sich lange schwer tat. Der Kampfgeist des Frankfurters ist jedoch ansteckend und inspirierend.

Alessandro Schöpf Note: 3

Ließ sich die lange Teampause nicht anmerken und genoss spürbar die Ablenkung von Schalke. War sichtlich bemüht sich den Frust von der Seele zu spielen, gelungen ist es dem Tiroler jedoch nicht. Musste nach 45 in der Kabine bleiben.

Karim Onisiwo Note: 3-

Machte erstmals nach 21 Minuten mit einem Distanzschuss auf sich aufmerksam. Bei der vermeintlich besten Gelegenheit im ersten Durchgang fehlte dem Mainz-Legionär plötzlich die Spritzigkeit, ist man so nicht von ihm gewohnt. In der Halbzeit zwei vergab er nach drei Minuten die Großchance auf die Führung. Wurde nach 73 Minuten ausgewechselt.

Raphael Holzhauser Note: 3

Durfte sich in den ersten zwei Spielminuten mit drei Eckbällen en suite in den Mittelpunkt des Kamerafokus spielen, machte demnach schnell auf sich aufmerksam und wirkte in der Anfangsphase wie ein Altgedienter. Danach kam lange wenig. Beendete nach 65 Minuten sein Debüt, Sekunden davor ging noch einmal Gefahr vom Belgien-Legionär aus.

Adrian Grbic Note: 2

War im Spiel gegen den Ball sehr aufällig und stark. Mit Ball biss sich der Frankreich-Legionär jedoch lange die Zähne an der griechischen Defensive aus, ehe er nach 76 Minuten dort stand, wo er ein Stürmer zu stehen hat. Die Kaltschnäuzigkeit tut ihm gut und der österreichischen Nationalmannschaft noch viel mehr.

Eingewechselt:

Florian Grillitsch Note: 3

Machte sich erstmals nach 72 Minuten mit einem Traumpass bemerkbar. War mitunter etwas der Leittragender von der  Unsortiertheit im letzten Angriffsdrittel, denn so konnte er seine Passstärke nicht immer ausspielen.

Stefan Lainer Note: 2-

Brachte ebenfalls Elan in das österreichische Offensivspiel, hinten gewohnt sattelfest und vorne ambitioniert und nahezu unermüdlich.

Stefan Posch Note: 3

Durfte das griechischer Tor aus der ersten Reihe beobachten. Eine Ehre, auf die er wohl gerne verzichtet hätte. Ansonsten ohne nennenswerte Aufgaben.

Christoph Baumgartner Note: 2+ 

Kam nach der Pause und versprühte gleich Gefahr und Kreativität. Der junge Offensivgeist bleibt eine Bereicherung für das Nationalteam. Krönte seine gute Leistung mit seinem zweiten Länderspieltreffer in der dritten Partie - eine Wahnsinns-Statistik. 

Michael Gregoritsch Note: 2+

Bereitete als Joker den Ausgleich mustergültig vor und hatte auch beim 2:1 seine Füße im Spiel. Plötzlich glänzt der Augsburg-Legionär auch im Team - gerne mehr davon.

Louis Schaub Note: 2

Fand schnell ins Spiel und bereitete den Siegestreffer vor. Es bleibt also dabei: Schaub kann Nationalteam.