PORTRAIT: Philipp Wiesinger - Unbemerkt zum Teamspieler gereift

Nachdem das Nationalteam für das Luxemburg-Freundschaftsspiel viele Absagen zu verkraften hat, gibt es Nachnominierungen. Neben Jörg Siebenhandl hat Philipp Wiesinger vom LASK erstmals den Sprung in das Team geschafft. Der gebürtige Salzburger hat sich mit kontinuierlich soliden Leistungen einen Stammplatz in der Linzer Defensive gesichert und darf sich nun auf seinen ersten Team-Lehrgang freuen.

Seine Fußballkarriere begann beim FC Puch in Hallein. Noch in der Jugend erkannte man das Talent des jungen Philipp Wiesingers und er schaffte es in die Jugend des heutigen Serienmeisters, Red Bull Salzburg. Von 2006 bis 2012 durchlief er alle Jugendmannschaften bis zur U18. Dann wechselte er für eine Saison zum USK Anif. In 2012 erfolgte dann die Transfusion des USK Anif in den FC Liefering und Philipp Wiesinger kam somit wieder in das Red Bull-System zurück.

Im Jänner 2016 wechselte Wiesinger anfangs nur per Leihe zum LASK, im Sommer erfolgte dann der fixe Wechsel zu den Athletikern - damals noch in der zweiten Liga beheimatet. Mit dem LASK ist Wiesinger in derselben Saison in die Bundesliga aufgestiegen und gehört seit dem zum fixen Bestandteil der Mannschaft. 

Mit dem ÖFB hatte Wiesinger schon in 2015 erstmals direkten Kontakt. Denn im März 2015 wurde er von Werner Gregoritsch erstmals in den Kader der U21-Mannschaft einberufen und kam gegen Katar auch prompt zu seinen ersten Einsatzminuten. Er kam nochmals in den Kader für zwei Freundschaftsspiele gegen Bulgarien und Norwegen, kam aber damals zu keinem Einsatz.

Mit seinem Wechsel zum LASK hat sich Wiesinger stetig weiterentwickelt und konnte somit - egal ob in der 2. Liga, Bundesliga oder auf der internationalen Bühne - seinen Platz in der LASK-Mannschaft verteidigen. Mit Gernot Trauner bildet er seit Jahren eine fixe Konstante im Team der Linzer. Der 26-Jährige gilt als ruhiger Spieler, er stellt sich selten in den Mittelpunkt. Durch seine Verlässlichkeit hat sich Wiesinger jedoch einen Namen gemacht und zeigt seit Jahren, dass er auch gegen Eindhoven, Alkmaar oder Sportling Lissabon bestehen kann. In der letzten Saison gelang ihm in der Europa League sogar ein Treffer gegen Manchester United

Im Interview mit den Kollegen von Sky Sport Austria sieht er die Thematik Nationalteam locker: "Natürlich ist es ein Kindheitstraum und ein großes Ziel, irgendwann für das Nationalteam aufzulaufen. Aber es ist kein Thema, das mich andauernd beschäftigt. Ich versuche weiter an mir zu arbeiten und das Bestmögliche herauszuholen. Wenn dann vielleicht Einberufungen und Spiele für Österreich herauskommen würden, wäre ich natürlich sehr stolz." Dieser Moment ist jetzt gekommen und wer weiß, vielleicht sieht man Philipp Wiesinger gegen Luxemburg schon auf dem Feld.