Torloses Remis von Österreich im letzten EM-Test gegen die Slowakei

Das letzte Testspiel des Nationalteams endete für das österreichische Nationalteam in einem Unentschieden. Gegen die Slowakei gab es für die Truppe von Franco Foda ein 0:0. In einem sehr körperbetonten Spiel fehlte es beim ÖFB-Team erneut an der Kreativität in der Offensive, es war jedoch auch ein wenig Pech mit dabei.

Das Team ging mit einigen Veränderungen gegen die Slowakei auf den Platz. Insgesamt fünf neue Spieler standen in der ÖFB-Startelf. Mit Andreas Ulmer, Philipp Lienhart und Christopher Trimmel gab es gleich drei Änderungen in der Abwehr. Das Mittelfeld wurde ebenfalls neu aufgestellt, Florian Grillitsch ist wieder zurück im Zentrum. In der Offensive kann Valentino Lazaro das erste Mal seit November 2020 wieder in der Startelf des ÖFB-Teams stehen.

Die Mannschaften starteten flott in die Partie. In der zweiten Minute kündigte sich Ondrej Duda von der rechten Seite an, der Schuss ging aber weit über die Latte. Danach folgten zwei Chancen von Sabitzer und Kalajdzic. Österreich startete mit mehr Tempo in die sehr körperbetonten Anfangsminuten.

Man versuchte viel über die rechte Seite mit Trimmel und Lazaro, von wo sehr oft Sasa Kalajdzic im Sechzehner gesucht aber nicht immer gefunden wurde. Vorzüglich mit hohen Bällen versuchte man die Kopfball-Stärke von Kalajdzic zu nutzen, diese Flanken waren aber anfangs ungenau. Slowakei strahlt eigentlich nur durch Konter Gefahr aus. In der 18. Minute nahm Kucka aus dem Mittelfeld Maß, verfehlte das Tor aber klar. In Minute 28 konnte sich Bachmann nach einem Schuss von Robert Mak auszeichnen. Österreich bestimmt bis dato das Spiel, kann aber wenig bis kaum Gefahr ausstrahlen. Christoph Baumgartner näherte sich mit einer Aktion gut an (34.), konnte den Ball jedoch nicht an Keeper Dubravka vorbeibringen.

Im Laufe der ersten Halbzeit zeigte sich Österreich bzw. Österreichs Defensive stark im Spielaufbau - danach fehlte es an Konsequenz und Kreativität im Abschluss. Obwohl die Österreicher zeitweise sehr viel Platz vor dem gegnerischen Sechzehner hatten, fehlte die letzte Konsequenz im Abschluss.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit versuchte Franco Foda zu reagieren. Für Marcel Sabitzer kam Louis Schaub, für David Alaba kam Konrad Laimer ins Spiel. Letzterer stellte sich in der 50. Minute gleich mit einem Schuss von der Strafraumgrenze vor. Eine Minute später kam es auf der anderen Seite zu einem gefährlichen Kuriosum.  Ondrej Duda erhält nach einer gefährlichen Situation den Ball und zieht aus dem Fünfmeterraum ab. Der Ball geht direkt auf das Tor. Blöd nur, dass Dudas Teamkollege Haraslin vor dem Tor gelegen ist und den Schuss abgeblockt hat. Die Slowaken bekommen nach dieser Aktion wieder etwas Selbstvertrauen und werden gefährlicher. Foda reagiert (anscheinend) darauf und holt Baumgartner aus dem Spiel und bringt dafür Defensivmann Ilsanker.

Österreich fangt sich danach ein wenig und kommt in der 61. Minute zu einer großen Chance. Nach einem Eckball von Trimmel kommt der Ball zu Grillitsch, der von der Strafraumgrenze abzieht. Dubravka konnte den Ball mit einer starken Parade gerade noch an die Stange abwehren. Gleich darauf folgen ein strammer Weitschuss von Ilsanker (66.), ein erneuter Lattentreffer von Arnautovic (68.) und ein Volley, erneut von Arnautovic (71.).

Mit der Einwechslung von Marko Arnautovic kam anfangs wieder mehr Schnelligkeit ins Spiel, die jedoch wieder abflachte. Die Slowakei nutzte diese Phase aus, um wieder gefährlicher zu werden. Michal Duris prüfte nochmals den starken Bachmann in der 80. Minute. Am Ende blieb das 0:0 stehen und Österreich geht ohne Sieg in die Europameisterschaft. Ein Spiel mit einigen Chancen, aber auch noch einigen Problemstellen.