Gegnerportait Ukraine: Shevchenkos Erben begeistern - zumindest offensiv

Die Ukraine ist es also. Der Gegner an dem sich Fußball Österreichs Weg gabelt. Gegen die Osteuropäer geht es nicht um weniger als um einen Eintrag in die Geschichtsbücher. Erstmals könnte das Nationalteam die Gruppenphase bei einer Europameisterschaft überstehen. Dafür muss gegen die Ukraine im Idealfall ein Sieg her. Wie schwer das ist, verraten wir in unserem Gegnerportrait.

Besonders die Offensive verspricht bei den Osteuropäern Qualität, kein Wunder, denn auf der Trainerbank der Ukraine nimmt kein Geringer als Andriy Shevchenko  Platz. Der einstige Chelsea-Stürmer gilt in seiner Heimat zurecht als Ikone, seine Nachfolger, die unter seiner Regie auf Torejagd gehen, verfolgen ähnliche Sphären. Andriy Yarmolenko gilt dabei als Schlüsselspieler. Der Angreifer von West Ham United kämpfte in den vergangenen Jahren oft mit Fitnessproblemen, unter anderem diese waren schuld, dass sich der mittlerweile 31-Jährige bei Borussia Dortmund nicht durchsetzen konnte.

Und obwohl Yarmolenko das ein oder andere km/h auf dem Weg zum Tor fehlt, ist er dennoch brandgefährlich. In seiner Schusstechnik erinnert er stark an Arjen Robben und in der Manier des einstigen Bayern-Stars war der ehemalige Mitspieler von Marko Arnautovic just gegen die Niederlande erfolgreich.

Weiters gilt es auf Roman Yaremchuk von Gent aufzupassen. Der 25-Jährige hält bereits bei zwei Turnier-Treffern und wird alles daransetzen das Kontinentalturnier zu seiner großen Bühne zu machen, die für den endgültigen Durchbruch reichen soll. Ähnliche Ambitionen hegen der 22-jährige Mykola Shaparenko von Dynamo Kiew und der 24-jährige Oleksandr Zinchenko von Premier-League-Sieger Manchester City.

Während die Offensive nur so von Qualität strotzt, dürfte die Defensive als Achillesferse der Ukraine gesehen werden. Bereits gegen die Niederlande aber auch Nordmazedonien offenbarte die körperlich starke und robuste Hintermannschaft spielerische wie technische Mängel. Mit Georgiy Bushchan  sind die Ukraine zudem auch auf der Torhüter-Position nicht ideal besetzt. So erlaubte sich der Schlussmann von Dynamo Kiew bereits einige Unsicherheiten.

Auf Österreich wartet heute also eine Mannschaft mit Qualität aber keine Übermacht. Gerade im Spiel mit dem Ball sollten die Ukraine also durch gekonnte Einzelaktionen knackbar sein.