Spielbericht: Österreichs Traum endet gegen Italien nach Verlängerung

Der Traum der österreichischen Nationalmannschaft bei der EM 2020 endet im Wembley Stadion. Mit erhobenem Haupt verliert die Foda-Elf 2:1 gegen Italien und ist damit aus dem Kontinental-Turnier ausgeschieden.

Die Euphorie, die in den vergangenen Tagen entfacht wurde, spiegelte sich schnell am Rasen wider. Wie gegen die Ukraine versuchten die Österreicher auch gegen die Italiener schnell ins Pressing zu kommen. Die erste gefährliche Aktion der rot-weiß-roten konnte die italienische Hintermannschaft mit Mühe aber nach knapp einer Minute bereinigen. Auch die italienische Mannschaft zeigte nach vier Minuten ihre Stärken. Einen Steilpass auf Ciro Immobile konnte Daniel Bachmann entschärfen.

Einen ersten verhängnisvollen Fehler in der österreichischen Hintermannschaft durch Florian Grillitsch nutzte Leonardo Spinazzola zu einer Abschlussgelegenheit aus spitzem Winkel. Der Schuss des Roma-Akteur blieb jedoch glücklos. Ebenfalls erfolgslos war der Versuch von Lorenzo Insigne, der nach 14 Minuten an Bachmann scheiterte. Der Watford-Legionär konnte sich ebenfalls nach 17 Minuten auszeichnen, als er einen Schuss von Barella mit dem Fuß entschärfte.

Österreichs erste annehmbare Toraktion verbuchte Marko Arnautovic. Der China-Legionär schoss den Ball nach 18 Minuten jedoch aus guter Position deutlich über den Kasten. In der 33 Minuten durfte sich die österreichische Mannschaft aber bei Fortuna bedanken. Ein Distanzschuss von Immobile landete ansatzlos an der Querlatte.

Österreichs Fans erhob es nach 52 Minuten erstmals so richtig aus den Sitzen. Ein Freistoß aus 17 Meter von David Alaba verfehlte nur um Zentimeter das Ziel. Nach knapp einer Stunde fehlte bei einem abgefälschten Schuss von Marcel Sabitzer und kurz darauf bei einem von Marko Arnautovic das Glück im Abschluss. Die Jubelschreie der österreichischen Fans wurden nach 66 Minuten vom Video-Schiedsrichter overruled. Einen blitzsauberen Kopfball von Arnautovic verhinderte die Schuhgröße des China-Legionärs.

Die österreichische Mannschaft belohnte sich für eine unglaubliche Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit und verdiente sich damit gegen Italien die Verlängerung. Die erste Gelegenheit in der Verlängerung gehörte den Italienern. Einen Schuss von Frederico Chiesa entschärfte aber Bachmann. Zwei Minuten später hatte der österreichische Keeper aber nichts mehr zu halten. Chiesa nutzte eine Unachtsamkeit in der Hintermannschaft und verwertete trotz mangelnder Ballannahme eiskalt zum 1:0. Den zweiten Verlusttreffer verhinderte einmal mehr Bachmann, als er einen Insigne-Freistoß aus dem Kreuzeck fischte - das 2:0 für die Italiener durch Pessina eine Minute später verhinderte Bachmann aber nicht mehr.

Louis Schaub hatte mit Wiederanpfiff die Riesengelegenheit das Spiel nochmal spannend zu machen. Donnarumma unterstrich mit einer Weltklasseparade aber seine eindrucksvolle Statistik von elf Spielen ohne Gegentor. Die Serie riss aber nach 112 Minuten als Sasa Kalajdzic mit einem Tor des Willens Österreich nocheinmal heranbrachte.

Am Ende belohnte sich Österreich aber nicht für eine mutige und herausragende Leistung gegen eine Weltmannschaft und verabschiedet sich stolz von dieser Euro.