Gegnerportrait: Moldawien – Der erste Gegner im Quali-Triple

Nach der EURO 2020 ist vor der WM-Qualifikation für 2022. Am Mittwoch (20:30 Uhr, live in ORF1) trifft das österreichische Nationalteam auf den 175. der FIFA-Weltrangliste Moldawien. In der Gruppe F steht das ÖFB-Team momentan auf Platz vier, fünf Punkte hinter Tabellenführer Dänemark. Ein Sieg für Österreich ist daher Pflicht, um sich erfolgreich für die WM 2022 in Katar zu qualifizieren. Wir haben uns den bevorstehenden Gegner wieder etwas genauer angesehen.  

Die moldawische Auswahl darf sich seit 1991 als unabhängig bezeichnen. Lange Zeit war man Teil der Nationalmannschaft der UdSSR. Die moldawischen Spieler spielten in dieser Zeit allerdings keine wirklich große Rolle. Erst nach dem Zerfall der Sowjetunion in mehrere Staaten nahm die Republik Moldau an der EM-Qualifikation 1996 teil. Der Mannschaft gelang allerdings noch nie die erfolgreiche Qualifikation für eine Europa- bzw. Weltmeisterschafts-Endrunde.

Zu den erfolgreichsten Mannschaften gehört Moldawien zwar nicht, dennoch ist genau solch ein Gegner mit Vorsicht zu genießen. Das Team unter Kapitän Igor Armas findet sich nach drei Spielen auf dem letzten Tabellenplatz. Der größte "Erfolg" war das Unentschieden gegen die Färöer Inseln (1:1). Gegen Dänemark (0:8) und Israel (1:4) ging man ganz klar als Verlierer vom Platz. Österreich darf sich trotz dieser schlechten Bilanz nicht darauf verlassen, dass man auf keinerlei Gegenwehr stoßen wird. 

Der gegnerische Kader unter Trainer Roberto Bordin besteht zum größten Teil aus Spielern die in Moldawien bzw. Rumänien spielen. Es finden sich zudem vereinzelt Spieler aus der italienischen Serie B und der griechischen Super League 1. Der wertvollste unter den Moldawischen Spielern ist Linksverteidiger Oleg Reabciuk (2,5 Mio. €). Im vergangenen Jahr wurde er mit Olympiakos Piräus griechischer Meister und wurde 2020 zu Moldawiens Fußballer des Jahres gewählt. 

Insgesamt traf das österreichische Nationalteam sechsmal auf Moldawien. Alle Spiele wurden entweder in einer EM-Gruppenphase oder in einer WM-Gruppenphase absolviert. Die Bilanz aus diesen Spielen darf sich aus österreichischer Sicht durchaus sehen lassen, insgesamt gewann das ÖFB-Team fünf Spiele und musste nur eine Niederlage verkraften. Diese Niederlage liegt schon eine Zeit lang zurück. Es war der 7. Juni 2003. Franco Foda muss zwar auf einige seiner Stammspieler verletzungsbedingt verzichten, dennoch lässt diese Bilanz ein positives Resultat erhoffen.

Der Moldawien-Kader im Überblick: 

Tor:
Dumitru Celeadnic (FC Sheriff Tiraspol), Christian Avram (AS FC Buzau), Stanislav Namasco (Keshla FK)

Verteidigung:
Veaceslav Posmac (Tuzlaspor), Igor Armas (FC Voluntari), Maxim Potirniche (FC Petrocub Hîncesti), Vadim Bolohan (FC Milsami Orhei), Daniel Dumbravanu (Lucchese 1905), Oleg Reabciuk (Olympiakos Piräus), Denis Marandici (NK Celje), Ioan-Calin Revenco (FC Petrocub Hîncesti), Ion Jordan (FC Petrocub Hîncesti), Alexandr Belousov (FC Sheriff Tiraspol)

Mittelfeld:
Vadim Rata (FC Voluntari), Christian Dros (Slavia Mozyr), Artur Ionița (Benevento Calcio), Corneliu Cotogoi (FC Petrocub Hîncesti), Victor Bogaciuc (FC Petrocub Hîncesti), Mihail Ghecev (NK Veres Rivne), Alexandru Bejan (FC Petrocub Hîncesti), Radu Ginsari (AO Xanthi), Dan Spataru (FC Ararat-Armenia), Alexandru Antoniuc (FC Milsami Orhei)

Angriff: 
Vitalie Damascan (Sepi OSK Sf. Gheorghe), Nicolae Milinceanu (PAS Giannina), Sergiu Platica (FC Petrocub Hîntesci), Ion Nicolaescu (DAC Dunajska Streda) zuletzt genannter aufgrund einer roten Karte im Spiel gegen Österreich gesperrt