Marco Grüll: Vom Burger-Verein zum Nationalteam in weniger als drei Jahren

Wer die Werbungen vom Fastfood-Riesen McDonald´s kennt, der weiß wie sehr das Unternehmen auf die Möglichkeit setzt, den großen Sprung auf der Karriereleiter glaubhaft zu verkaufen. Neo-Teamspieler Marco Grüll ist dieser gelungen, keine drei Jahre ist es her, da kickte der heute 23-Jährige noch in der Regionalliga bei TSV McDonald’s St. Johann im Pongau, mittlerweile mauserte sich der Angreifer zum österreichischen Nationalspieler.

Lange schien Grülls Vita nicht ausreichend dafür, dass er eines Tages sich das Teamtrikot überstreifen darf. Mit 14 verließ er seinen Jugendverein UFC Radstadt – einen neuen Arbeitgeber fand der Offensivgeist jedoch nicht. Erst nach einem halben Jahr kam Grüll im Jänner 2013 beim SC Pfarrwerfen in der fünfthöchsten Spielklasse unter. Als großes Karrieresprungbrett stellte sich der Provinzverein aber auch nicht heraus. Am Ende der Spielzeit musste Pfarrwerfen absteigen.

Erst zwei Jahre später wechselte Grüll nach St. Johann in Pongau. Im August 2015, just als sich Österreichs Nationalteam im Freudentaumel über eine nahezu perfekte EM-Qualifikation befand, debütierte der flinke Blondschopf in der Regionalliga gegen USC Eugendorf. Ein Monat später gelang Grüll sein erster Treffer in der Regionalliga, die Koller-Elf triumphierte zeitgleich mit 4:1 in Stockholm gegen Schweden.