Spielbericht: Österreich revanchiert sich an Israel

Nach der 2:5-Niederlage im Hinspiel, nimmt Österreich im Rückspiel in der WM-Qualifikation Revanche. Die Auswahl von Teamchef Franco Foda gewinnt mit 4:2 gegen das Team von Ex-ÖFB-Sportdirektor Willi Ruttensteiner.

Foda überraschte in der Startaufstellung unter anderem mit dem Teamdebütanten Nicolas Seiwald. In der Innenverteidigung erhielt Philipp Lienhart den Vorzug gegenüber Aleksandar Dragovic. Christoph Baumgartner fiel verletzungsbedingt kurzfristig aus.

Die erste große Möglichkeit gab es bereits in der vierten Spielminute, als Marko Arnautovic sehenswert auf Marcel Sabitzer weiterleitete, der jedoch am israelischen Schlussmann Marciano scheiterte.

Auf österreichischer Seite wurde es zum ersten Mal brenzlig, als Dabbur Daniel Bachmann unter Druck setzte. Bachmann löste die Situation mit einem Haken und ließ den Ex-Salzburger ins Leere laufen.

Die nächste große Chance hatte in der zwölften Spielminute wiederum Sabitzer, der nach einer schönen Pass-Stafette nur das Außennetz traf.

In Folge versuchten die Österreicher das Spiel in die Hand zu nehmen, die Israelis sorgten jedoch, wie schon im Hinspiel, hin und wieder für Überraschungsmomente. So zum Beispiel in der 20. Minute, als ein Distanzschuss nur knapp das Tor von Bachmann verfehlte.

In der 30. Minute war der Watford-Legionär schließlich geschlagen. Debütant Seiwald fälschte einen Freistoß von Bitton gegen die Laufrichtung von Bachmann zum 0:1 ins Tor ab. Das Team von Foda wollte eine schnelle Antwort. Und wieder war es Sabitzer, der knapp über das Gehäuse schoss (34.). Nur zwei Minuten später startete Arnautovic in die Tiefe, der 32-Jährige scheiterte aber am Gäste-Torwart und wurde schlussendlich auch aufgrund einer Abseitsposition zurückgepfiffen.

Eine nächste schöne Aktion gab es in der 40. Minute zu sehen. Arnautovic fand seinen Meister abermals in Marciano - zudem stand diesmal Sabitzer, der die Vorlage lieferte, im strafbaren Abseits. Kurz vor der Pause noch eine Chance für Arnautovic: Nach Flanke von David Alaba köpft der Routinier aber neben das Tor.

Auch nach dem Wiederanpfiff setzten sich die Österreicher in der Hälfte von Israel fest - mit Erfolg: Nach einer Ecke wurde Lienhart am Fuß getroffen. Den daraus resultierenden Elfmeter verwerte Arnautovic zum 1:1-Ausgleich (51.).

Nach dem Elfmetertor führte Rot-Weiß-Rot das „Powerplay“ fort. Und wieder wurde es aus einem Standard gefährlich. Doch Marciano konnte sich abermals auszeichnen und einen Kopfball von Sabitzer mit einem starken Reflex parieren (56.).

Nur drei Minuten später ging Israel entgegen dem Spielverlauf erneut in Führung - und wieder war es ein Standard. Christopher Trimmel verlängerte unglücklich auf den zweiten Pfosten, wo Peretz per Kopf zum 1:2 traf (59.).

Doch Foda bewies ein gutes Händchen, denn der eingewechselte Louis Schaub besorgte kurz nach seiner Hereinnahme den 2:2-Ausgleich (62.). Wenige Minuten später gab es erneut eine Top-Chance von Arnautovic, diesmal lupfte der Angreifer den Ball aber übers Tor.

In der 72. Spielminute belohnte sich Österreich schließlich für die zahlreichen Chancen und ging zum ersten Mal in Führung: Nach Vorlage von Arnautovic markierte Schaub seinen Doppelpack und schob damit zum 3:2 ein. In der 84. Minute traf dann auch Sabitzer endlich. Nach einer Balleroberung tief in der israelischen Hälfte hämmerte er den Ball aus der Distanz platziert zum 4:2 in Marcianos Tor.

Damit wurde schlussendlich auch das Endergebnis besiegelt. Österreich spielte heute befreit auf, konnte vor allem im Passspiel überzeugen und sich damit einige Chancen herausspielen. So gehen die Österreicher verdient als Sieger vom Feld.